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Dragon Lord ist eigentlich der einzige alte Martial Arts Film von Jackie Chan, den ich wirklich mag. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass Jackie in diesem Film zum ersten mal richtig kämpfte und nicht diese gestellten alten Martial Arts Choreographien entwickelte, wie sie noch Filme wie Sie nannten ihn Knochenbrecher oder Fearless Hyena besaßen. Nicht, dass jene Filme nicht auch unterhlatsam wären, aber gerade bei Sie nannten ihn Knochenbrecher wird so viel gekämpft, dass dieses Manko wirklich die Suppe ganz schön versalzen kann.

Bei Dragon Lord wird schon einmal nicht der Fehler begangen, einfach eine typische zu jener Zeit, Rachestory oder sonstiges zu entwickeln, sondern einfach mal eine Geschichte über zwei Freunde zu verfilmen. Klar, ein Vorwand muss gegeben sein, um die beiden in furiose Kämpfe zu verwickeln. Daher hat man sich noch eine zweite Geschichte über Schmuggelwaren einfallen lassen. Doch zum großen Glück wurde auf diese Story nicht viel wert gelegt, so dass man sich einfach amüsieren kann und den beiden beim Blödsinnmachen zugucken kann.
Dabei geben Jackie ( Dragon) und Mars ( Cowboy) ein gutes Buddy Gespann ab und schaffen es durch ihr Overakting einige Lacher zu entlocken. Mars sieht man übrigens in vielen Filmen von Jackie, da er einer von JCs Stuntteam ist. Beeindruckend war sein Stunt am Ende des Filmes, bei dem er einen Tritt bekommt und einfach mal ein Stockwerk herab auf den Rücken fiel.

Die Action in dem Film ist wie von Jackie gewöhnt sehr abwechslungsreich und spektakulär gefilmt worden.
Irgendwie kommt mir der Film wie ein Stuntfilmchen vor. Gleich wie z.B Project B. Wer hier besonders innovative Martail Arts Moves sucht, wird sie vergebens suchen. Die gnaze Konzentration wurde auf die Stunts gelegt. Ein Stunt jagd den nächsten und gleichzeitig wird das Tempo nicht vergessen. Dabei kommen schon mal echt krasse Sachen heraus wie zum Beispiel ein Rückwärtssalto auf den Boden liegenden Gegner, ein Rückwärtsalto mit anschließendem Sturz auf das Steißbein ( das tat jackie sicher weh) oder gar ein Sturz von einem ca 8 Meter hohem Brötchenberg, bei dem sich jackie eine Gehirnerschütterung zuzog. Und wenn man bedenkt, dass dies alles noch Kleinkramm gegen z.B einen Police Story oder Project B ist, dann kann man sich vorstellen, warum Jackies Stunts bzw die seines Teams noch immer zu den besten zählen, die je auf Zelloloid gebannt wurden.
Wenn man mal das ca 20 min. Finalle in der Scheune, das genial Rugbyspiel am Anfang des Films, das Hackeysack Spiel in der Mitte und die kleinen Keilereien zwischendurch sumiert, so wird das Actionherz sich freuen. Wer außerdem auf guten Humor steht, bei dem nicht Fäkalszenen oder eine perverse Ausdrucksweise, wie bei einem Rob Schneider Film ( Deuce Bigalow) steht, der wird seine Freude haben. So auch ich.

PS: Eine Szene im Häckisack Spiel musste er 1500 mal drehen, dadurch kam er ins Guiness Buch der Rekorde.
Außerdem gewann er mit diesem Film die Best Action Design Auszeichnung.

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