Review

Das Making Of der “Guinea Pig”-Reihe wurde angeblich gedreht um den Verdacht aus der Welt zu räumen das es sich um echten Snuff handelt. Unglaublich, denn es scheint mir nicht möglich das tatsächlich jemand so naiv war auch nur kurz daran zu glauben das das Dargestellte nicht gestellt ist (das gilt auch für die ersten beiden Teile). Wie dem auch sei, diese Dokumentation zeigt ausführlich die Entwicklung der teilweise extrem drastischen Gore-Effekte und ist in erster Linie interessant für Hobbyfilmer, da man einige sehr effiziente wie auch einfache und kostengünstige Methoden zu sehen bekommt um gewalttätige Details zu inszenieren. Die Ästhetik bleibt in der Reihe ja größtenteils auf der Strecke (was verwunderlich ist wenn man die brillanten Comic-Arbeiten von Hideshi Hino sieht) und so bleiben die Effekte auch das Einzige interessante an der ganzen Reihe.

Einige Statements zu den Inhalten klingen sehr konstruiert, besonders Hinos Aussagen wirken teilweise etwas überkandidelt. Immerhin handelt es sich bei der „Guinea Pig“-Reihe nicht um Kunst-Trash (wie z.B. die Filme von Takashi Miike) sondern um stumpfe exploitative Sickos ohne Sinn und Verstand. Das trifft besonders auf die ersten beiden Vertreter der Reihe zu, zu denen das „Making Of“-Special gewissermaßen das Hintergrundmaterial bildet. In Deutschland sind die ersten beiden Teile dementsprechend zusammen mit dem Making Of auf einer DVD veröffentlicht.

Obwohl es sich bloß um ein einseitiges Making Of handelt vergebe ich noch 5 Punkte, da ich mich der Film besser unterhalten hat als alle anderen Teile der Reihe.

Fazit: Die Einblicke sind teilweise sehr detailliert und man bekommt auch viel von der heiter-entspannten Stimmung am Set mit. Somit mildert diese Doku schon den Härtegrad der Filme, wenn das auch nicht dringend erforderlich gewesen wäre…

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