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Wenn man schon x Horrorfilme mit heftigen Goregehalt gesehen hat und sich dazu auch die betreffenden Making Of’s angesehen hat, dann hat man schon so ungefähr eine Ahnung, wie die Effekte von „Guinea Pig“ realisiert wurden, bzw. man macht sich so seine Gedanken darüber. Mit Latex und versteckten Kunstblut-Spritzen kann man schon viel Wirkung erzielen. Die Arbeit, die dahinter steckt, kann man sich jedoch kaum vorstellen. Es ist ein echtes Handwerk. Als Künstler können sich freilich nur die Besten SFX-Leute betrachten. Wie man Effekte durch schlampiges arbeiten versauen kann, haben wir ja beim vierten Teil der Guinea Pig Reihe „Devil Woman Doctor“ gesehen. „Making of Guinea Pig“, beschäftigt sich mit der Realisierung der ersten drei Guinea Pig Filme „Devil’s Experiment“, „Flowers of Flesh and Blood“ und „He Never Dies“. Beschränkt wird sich natürlich nur auf die Herstellung der Effekte, denn schauspielerisch haben diese Werke keinerlei Bedeutung. Es ist recht interessant wie die Augenstechszene des ersten Teils realisiert wurde. Ansonsten beschäftigt sich das Making Of überwiegend mit Teil zwei und drei, die ja tricktechnisch weit mehr zu bieten haben. Der Zuschauer erfährt auch, dass ein SFX-Techniker durchaus physische und medizintechnische Grundkenntnisse für einen gelungenen Effekt benötigt. Zudem gibt es natürlich auch einiges vom üblichen Geschwafel der Darstellern und Macher, welches unvermeidlich in fast allen Making Of’s zu sein scheint. Nein – Geheimnisse werden hier nicht aufgedeckt, aber wer sich für Special Make-up Effekte und deren Herstellung interessiert, bekommt hier durchaus einen Eindruck, mit wie viel Arbeit das alles verbunden ist und wie viel Hang zum Perfektionismus benötigt wird, um am Ende ein halbwegs realistisches Resultat zu erzielen. Über die Guinea-Pig Reihe kann man geteilter Meinung sein, jedoch sind viele Effekte durchaus ambitioniert und einen Blick hinter die Kulissen wert.

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