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BOILING POINT finde ich ähnlich langweilig wie den Jahre später entstandenen PORNOSTAR. Schon die diversen Szenen mit dem bei Japanern so beliebten Baseball ziehen sich wie Kaugummi unter der Schuhsohle eines Pitchers. Ansonsten schubsen die Yakuzas Schwächere rum, aber das ist weder sonderlich hart noch interessant. Takeshi Kitano lässt sich erst spät blicken und spielt dann doch nur wieder den einsilbigen, einschüchternden Schrank von einem Kerl, der sich beim Erreichen seiner Ziele auch mal urplötzlicher, krasser Brutalität bedient - also die Rolle, in der er sich selber so gerne sieht... talk about typecasting. Das spricht natürlich auch nicht gerade für seine Bandbreite als Schauspieler. Ein paar ironische Brüche gibt es zwar ansatzweise schon (Kitano trägt mal ein Hawaiihemd oder knutscht einen Typen), doch die reichen beileibe nicht aus, um diesen Yakuza-Schnarcher sehenswert zu machen.