Story:
Drei Frauen fahren nach Slovakia um auszuspannen, doch schon bald machen sie Bekanntschaft mit einer Firma, die Menschen an reiche leute verkauft, damit diese sie töten können.
Kritik:
Hostel 2 knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Diesmal wird jedoch mehr das Umfeld der Hunting-Firma und ihre Kunden beleuchtet. Eigentlich eine schöne und konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers, jedoch werden oft wieder die selben Fehler begangen.
Zum einen zur Story: Diese ist einfach eine leichte Abwandlung der Geschichte aus dem ersten Teil, nur das man diesmal nicht das Schicksal von drei Männern, sondern von drei Frauen verfolgt. Auch hier ist die Charakterzeichnung alles andere als gelungen. Außer der Hauptdarstellerin haben mich die anderen Charaktere durchweg genervt und ihre Schicksale waren mir egal. Also keine Unterschiede zu Teil 1. Die Schauspieler selbst bewegen sich auf dem Niveau des ersten Teils.
So positiv das ganze mit der Story um die Firma auch ist, so negativ wiegt diesmal der kreative Aspekt der Umsetzung.
Gab es im ersten noch Lichtblicke in den Szenen aus der Egoperspektive, so sind diese hier noch rarer gesät. Einzig die Auktion um die Opfer bietet hier ein schwarzhumoriges Highlight.
Natürlich gibt es auch wieder jede Menge Gewalteffekte, die an Perversität den ersten Teil locker in den Schatten stellen. Sei es eine Blutdusche, eine sehr detaillierte Kastration oder die Erschießung eines Kindes, letztere passiert jedoch im Off. Es wirkt so, als wollte man durch Überschreitung von Grenzen noch mehr schocken und so vom Rest des Filmes ablenken, gerade die eben erwähnte Erschießung wäre hier zu nennen.
Erfreulich hingegen ist es, dass die Effekte sich auf höherem Niveau bewegen als noch im Vorgänger und sich besser in das Gesamtbild einfügen. Auch der Score ist wie gehabt gelungen und kommt dem Film sehr zugute.
Alles in allem etwas schwächer als der erste teil, da noch weniger Spannung vorhanden ist und die Story teilweise bekannt vorkommt.
Fazit:
Solide Fortsetzung, der es an Story und Spannung mangelt und somit an den Vorgänger nicht ganz heranreicht.
5/10