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Na wunderbar: Jetzt hat es Uwe Boll tatsächlich geschafft, sich mit seiner Interpretation von Rayne noch weiter von den Games zu entfernen. Natassia Malthe sieht dem punkigen und lasziven Blutsaugermischling aus den Spielen sogar noch weniger ähnlich als es Kristanna Loken tat; Sie ist ein adrettes Cowgirl in schwarzem Leder, aber noch lange keine Rayne. Dass Vampire und der Wilde Westen durchaus miteinander harmonieren können, das haben bereits einige Filme in der Vergangenheit bewiesen, doch Regielegastheniker Boll vermag aus dieser Kombination kaum Kapital zu schlagen. Das unterdurchschnittliche Drehbuch, und das muss man in aller Fairness dazu sagen, ist aber gleichermaßen an der Misere schuld. Dennoch läuft das Sequel insgesamt sogar etwas runder als der erste Teil. Völlig unverständlich bleibt jedoch der Verzicht auf größere Gore-Einlagen. Dafür vergreift sich der Schurke zweifelhafterweise an Kindern.
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Bisher fand ich die meisten Uwe Boll-Filme zwar scheiße, aber wenigstens noch unterhaltsam, allein aufgrund der Tatsache, dass man hervorragende Schauspieler wie z.B. Ben Kingsley oder Ray Liotta vor peinlichen Kulissen chargieren sieht, aber was Herr Bollo hier abliefert, spottet jeder Beschreibung... Story, Charaktere, sinnvollen Schnitt, passenden Einsatz der Musikuntermalung oder spektakuläre, innovative Actionszenen brauchte der gute Uwe ja noch nie, diesen lieblos hingerotzten Haufen Müll sollte man jedoch tunlichst meiden. Okay, okay, als trashiger DVD-Abend mit 10 Leuten und ebensovielen Kästen Bier vielleicht noch zu ertragen, allerdings... ach, was red' ich, Hände weg von dieser visualisierten Langeweile: 0,3/10 Ich geh jetzt Zack Ward verprügeln...
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Hat sich "Bloodrayn 1" noch durch die genialen Splatter-und Gore-Effekte von Olaf Ittenbach ,der originellen Handlung und den wunderbaren Landschaftsaufnahmen von der Massenware abgesetzt, so ist "Bloodrayne2" weder Fisch noch Fleisch. Als Western zu einfallslos und als Vampier-Horror zu blutleer und langweilig. Schade,hätte mehr draus werden können.