Die beiden Angestellten George und Roger sind samt ihrer Ehefrauen zur Party ihres Chefs McMahon eingeladen. Die Party ist eine einzige lange Gruppensexorgie.
Mehr Handlung ist in diesem Film kaum auszumachen. Regisseur Robertson hat zu Zeiten des Softsexfilms mit diesem Film ein Produkt vorgelegt, dass außer Sex in Hülle und Fülle nichts zu bieten hat. Dabei wird soviel an Sexakrobatik geboten, wie es selbst in einschlägigen Hardcoreproduktionen nicht unbedingt Standart war. Ein wenig Psycho-Touch wird in die magere Story gelegt, als ein junges Mädchen in Rückblenden erlebt, wie sie als Kind die Vergewaltigung ihrer Mutter durch ihren brutalen Vater mitansehen musste und sie selbst auch von ihrem Vater mißbraucht wurde. Dieses Erlebnis ließ sie zur sadistischen Lesbe werden. Diese Erklärung diente nur dazu, ihre lesbischen Ausschweifungen genüßlich in Szene zu setzen. Ansonsten bietet der Film auch Homosexualität unter Männern, Transvestiten, leichte Fesselspiele und etwas Auspeitschen mit einem Handtuch. Natürlich auch die obligatorischen Swimmingpool-Orgien. Unfreiwilliger Humor kommt auf, wenn die ziemlich versoffen dreinschauende Trash-Ikone Edward D. Wood Jr. als verschämter Transvestit auftritt. Im Film ist Ed Wood mit der 200-Kilo Frau Nancy verheiratet, die es allerdings lieber mit einem ebenso schweren Geliebten treibt.
Auf Ästhetik legt Robertson in diesem Film nicht den geringsten Wert. Die Männer im Film sind fast allesamt mit Pickeln und Schrammen ausgestattet. Einer von ihnen präsentiert sogar ein ziemlich ungewaschenes Hinterteil. Den Höhepunkt bildet sicherlich der klägliche Versuch des fetten Pärchens, auf dem Billardtisch eine Nummer hinzubekommen.
Filme dieser Art sind zumindest in Deutschland seit ihrer Kinoaufführung in den meisten Fällen sang- und klanglos von der Bildfläche verschwunden und nur in den USA dank Independent-Labels wie z.B. Something Weird noch erhältlich. Manchem dieser Filme hätte man gerne eine Wiederentdeckung gewünscht. Heiße Fingerspiele jedoch gehört wohl kaum dazu, da er einfach nichts bietet, woran man sich später noch erinnert. - Ein ziemlich langweiliger, für seine Zeit aber durchaus gewagter Sexploitater.
Dass der Film dennoch auf Video herausgebracht wurde, lag an Mike Hunter, der den Namen Lasse Braun mit vielen Titeln, die gar nicht von Lasse Braun stammten, ausbeutete. Tatsächlich hatten einige Szenen aus diesem Film eine leicht trashige Hippie-Atmosphäre, und die Beleuchtung und Dekoration erinnert zumindest entfernt etwas an die frühen Lasse-Braun-Pornos. Allerdings hatte Mike Hunters Etikettenschwindel einen entscheidenden Haken: Heiße Fingerspiele ist kein Porno - und daher für die Käufer der Kassette, die etwas völlig anderes erwarteten, eine herbe Enttäuschung.
Für den Raritätensammler und Trash-Experten eventuell eine Bereicherung - für den Durchschnittskonsumenten einfach nur langweilig.