Der von seiner Frau getrennt lebende Zeichner Robert (Christophe Malavoy) freundet sich mit der jungen Juliette (Mathilda May) an und beschwört damit die Eifersucht ihres hitzköpfigen Freundes Patrick (Jacques Penot) herauf. Als Patrick nach einer Schlägerei mit Robert spurlos verschwindet, gerät Robert unter Mordverdacht…
Ausgesprochen hemdsärmelig mutet Claude Chabrols Adaption eines Patricia-Highsmith-Romans an. Nur hier und da lässt er Raum für expressionistische Streiche, die allerdings umzingelt sind von kaum erwähnenswerten Gewöhnlichkeiten, sodass sie recht gekünstelt, teilweise sogar unfreiwillig komisch wirken. Die Neurosen der Hauptfigur bleiben bloße Behauptungen, an denen man zu keiner Zeit teilhaben darf; das schluderige Szenenbild wirkt mitunter wie kurz vor dem Klappenschlag in Position geschoben; und die gelangweilten Synchronsprecher verleihen dem holprigen Treiben fast schon selbstparodistische Züge. Dem geübten Blick mag in dem Durcheinander der eine oder andere inszenatorische Funke aufgehen; im Ganzen bleibt der Film aber ein linkshändig heruntergekurbelter Schnellschuss aus Chabrols Kunstfabrik.