Leider ist der Film nicht so toll wie er hätte sein können. Grundsätzlich hört sich die Story auf jeden Fall gut an, Cops, Selbstjustizverein und Psychokiller liefern sich ein lustiges Ringelreihen, klingt eigentlich vielversprechend, das Cover sieht auch vielversprechend aus, und der Film hat auch teils recht vielversprechende Züge... leider verspricht er Zu viel. Denn leider Gottes dient Charlies Amoklauf nur dazu, eine eher gewöhnliche Thriller-Krimi-Handlung einzuleiten.
Charlie selbst wirkt eigentlich cool und brutal, er würde sicherlich einen guten Slasher-Bösewicht hergeben! Und immer wenn er auftaucht, fährt sogar der Soundtrack zu Höchstform auf und es kommt eine richtig spannende, teils schön psychopathische, Atmo rüber. Außerdem geht er doch teilweise unerwartet blutig zu Werke, Ein- und Austrittswunden von Stichgegenständen sind recht deutlich zu sehen, und einmal zerfleischt Charlie einen Hippie mit einem Metzgerhackel, da fällt auch mal ein Arm zu Boden.
Leider sind das wie gesagt nur eher kurze Ausschnitte, der Hauptteil des Filmes beschäftigt sich dann doch mehr mit der Polizeiarbeit, und der Selbstjustizorganisation. Und das tut er leider Gottes nicht unbedingt so spannend. Ich blieb zwar durchaus von Anfang an bei der Handlung dabei, aber das lag eher daran das ich immer auf einen neuen Auftritt von Charlie gewartet hab! Der kam dann zwar auch immer, aber dazwischen breitete sich doch etwas Langeweile aus.
Allerdings ist der Film mit einer Lauflänge von 85 Min. genau richtig, er ist aus bevor er wirklich zum nerven anfängt. Schließlich wird der geneigte Zuschauer am Schluss auch noch mit einem netten Showdown belohnt, na das ist ja auch schon mal was.