Albernheit, dein Name ist „Shaolin Kickers/Soccer“!
Auch wenn uns der gefeierte Mix aus Sport- und Martial-Arts-Film nur in einer stark gekürzten Fassung (runtergeschnippelt auf 85 Minuten) erreicht, ist dieser wüste Mix aus Asialand praktisch gesehen nur nach dem zweiten Joint zu ertragen (das soll jetzt keine Aufforderung sein...).
Was eventuell als Sportcomedy durchaus einen Erfolg weltweit hätte garantieren können, gerät zur computerunterstützten Gigantomanie, bei dem sich die kung-fu-kundigen Kämpfer und Neu-Fußballer durch die unmöglichsten Sprünge, Schüsse und sonstigen Kampftricks gegen abstruse und unfaire Gegnerteams zu wehren.
Streng genommen geht es hier überhaupt nicht um Fußball, das ist lediglich ein Mittelchen zum Zweck, um irgendein Projektil kreuz, quer und um die Ecke durch die Luft zu bewegen. Es könnte sich auch um Golf, Curling oder Nonnenhockey handeln, es spielt letztendlich keine Rolle.
Da es kaum Steigerungen gibt, sondern der übertriebene PC-Bombast von Minute 1 an herrscht, macht das alles auch nicht richtig Spaß, auch wenn sich Stephen Show samt Konsorten bemühen, den typischen asiatischen Humor mit Anleihen aus sattsam bekannten Spencer/Hill-Filmen anzureichern und mit einer rudimentären Love-Story zu überkleben.
Aber wenn das schon die Italiener besser können, sehen die Asiaten alt aus.
Man muß schon ein sehr schlichtes Gemüt oder eine fetischistische Ader für Kung Fu haben, um das über die volle Distanz lustig zu finden. Trotzdem meine ich, ein wenig mehr Ernst und eine behutsame Steigerung der eingesetzten Techniken (und noch dazu eine halbwegs realistische Auswahl dieser) hätten dem Film zu beachtlicher Qualität und überraschenden Einfällen verholfen.
Das hier ist eine grenzenlos überzogene Kindergartenparty der Tricktechniker. (4/10)