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Ein wunderschönes Beispiel, wie man mit dem entsprechenden Titel ein bestimmtes Zielpublikum anlockt.

Die Handlung ist schnell erzählt: In der Nähe eines Bauernhofes in den Alpen schlagen Zigeuner ihr Lager auf. Anna, die Tochter des Bauern, freundet sich mit ihnen an, aber ihr geistig behinderter Bruder tötet versehentlich ein Zigeunermädchen. Aus Angst vor einem Fluch befiehlt der Vater, die ganze Sippe umzubringen.

Dieses Bauerndrama hiess ursprünglich “Das Mädchen vom Hof“, aber da niemand diese Zelluloid-Leiche sehen wollte, titelte man frisch-fröhlich drauflos. Unter “Die Totenschmecker“ konnte sich auch niemand etwas vorstellen, und da Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger gerade die Zombie-Welle aufkam, versuchte man, den Heuler als “Der Irre vom Zombiehof“ auf Video zu verrösten.
Natürlich Verarschung hoch zehn. Der “Irre“ ist ein geistig Behinderter, der “Hof“ ein stinknormaler Bauernhof, und als “Zombies“ kann man höchstens die Macher dieses langweiligen und reaktionären Schwachsinns bezeichnen (vom IQ her).
Schmuddel-Regisseur Ernst von Theumer (der sich hier Richard Jackson nannte) lieferte hier einen Trash-Blindgänger sondergleichen ab. Nicht mal Jess Franco filmt noch schlechter.
Nur für Alles-SeherInnen zu empfehlen.

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