Entsetzt muss Mariane Pearl erfahren, dass ihr Ehemann Daniel, ein Journalist des "Wall Street Journal", der nach 9/11 aus der Krisenregion in Pakistan berichtet, von Terroristen der Al-Qaida entführt wurde: Verzweifelt unternimmt die erschütterte Frau alles in ihrer Macht stehende, um die Freilassung ihres Mannes zu erwirken. Vor Ort in Pakistan erlebt sie Rückschläge und erfährt Unterstützung, wo sie sie nicht erwartet hätte.
Nach jenseits aller Grenzen verschlägt es Angelina Jolie erneut in die Gefilde des Kriegsdramas. Ihr Mann ist verschwunden, nachdem er von einem Interview mit einem der örtlichen Führer nicht zurückkehrte. An dieser Stelle setzt eigentlich der Fall ein, denn wer sind die Hintermänner, das Motiv und dieHintergründe die dazu führten. Erschwerend kommt hinzu das ihr Mann jüdischen Glaubens ist, was in Pakistan eher nicht für einen Beliebtheitspreis bedeutet.
Allerdings ist es nach Ansicht irgendwie wurscht, ob das Geschehen jetzt in Pakistan stattfindet oder irgendwo anders auf der Welt. Wir erleben einen Kriminalfall mit eingehauchten Lokalkolorit, Querverweisen auf 9/11, Guantanamo oder Al Kaida aber so richtig wird nicht weiter darauf eingegangen. Jolie spielt (mit gewöhnungsbedürftigen französischen Akzent) die Ehefrau die hofft und bangt, aber das wars auch schon. Wo ist dieser titelgebende mutige Weg? Hier passiert nichts, was sie besonderes tun oder wagen würde und egal ob Kommisar Derrick einen entlaufenen Sträfling sucht oder eben hier in einem Krisengebiet ein Reporter verschwindet, es gibt wenig das die beiden Szenarios unterscheidet.
Zumindest wird einigermaßen fair mit der örtlichen Bevölkerung umgegangen. Die örtlichen Behörden sind nicht nur nützlich, sondern auch motiviert, diesen Fall aufzzuklären. Aber die allmählich fortschreitenden Ermittlungen gehen ziemlich ereignislos von statten. Mehr als ein durchschnittlicher Krimi ist nicht dabei herausgekommen. Wenn man schon so etwas in einer politisch brisanten Region als Thema nimmt, sollte doch einiges mehr hängenbleiben als das hier. Schade, verpaßte Chance mal wieder.
5/10