Wie ein Lauffeuer verbreitet sich in der Unterwelt das Gerücht über eine Multi-Millionen-Dollar schwere Waffenschieberei. Ein gigantischer Deal, an dem der skrupelloseste Verbrecher der Welt, die Gangsterbosse der Stadt, amerikanische Söldner, ein russischer Mafiaboss und sogar das FBI profitieren wollen. Jeder will an das große Geld und plötzlich ist niemand mehr das, was er zu sein scheint. Kurz vor der Übergabe sehen alle Beteiligten ihr großes Ziel in Reichweite - doch plötzlich müssen sie feststellen, daß es für sie kein Morgen geben soll.
Bei der Castliste der Darsteller die in No tomorrow ihren Auftritt haben könnte der geneigt B-Actionfan schonmal satt mit der Zunge schnalzen. Leider sorgt aber auch gerade die Fülle von B-Stars, neben anderen natürlich, hin und wieder für etwas Ärgernis. Verständlich das da einige kaum Screentime haben, Jeff Fahey und Pam Grier haben nur wenige Minuten, aber vor allem Frank Zagarino wird nach wenigen Sätzen und Minuten gleich zu Beginn wieder entsorgt und ist im Grunde verschwendet. Selbiges gilt auch für Gary Daniels, der zwar nominell die Hauptrolle inne hat, aber dafür keine einzige Kampfszene, was ja seine eigentlich Stärke ist. Da hätte man genau so gut einen Charakterdarsteller für nehmen können, eine Martial Arts Experten hätte es da echt nicht gebraucht. Am schlimmsten fand ich allerdings Master P, der gleichzeitig die Regia aber auch den Darsteller des Maker übernahm. Er bekommt quasi allein die spärlich verteilte Action ab. Dazu kommen noch eine völlig unpassende Rap-Einlage und permanentes einblenden seiner Klamottenkollektion. Das müffelt doch leider sehr nach fortgeschrittener Ego-onanierung, zumal er sich hier aufführt als wäre er als Gottes Minister für Coolheit auf Erden. Naja.
Aber auch inhaltlich liegt da so manches im Argen. Die Story um den Waffendeal mit irgendwelchen Atombombenzündern ist Standardware. Etwas verwirren tun da schon eher die vielen Beteiligten, die von dem Deal abstauben wollen. Da gibt’s den linken Noah (so was erledigt der Busey bekanntlich im Schlaf), der den Handel einfädelt, da gibt’s den Maker der über den Tisch gezogen wurde, dazu ermitteln noch die Cops und zwei Zollbeamten sollen die Ware durch den Zoll lotsen. Da ist nichts besonderes dabei, man darf höchstens mal mitraten, wer denn auf Seiten der Cops Undercover unterwegs ist und in welchen Auftrag Jason in Noahs Gang aufsteigt, so oft wie er mit seinem Auftraggeber heimlich telefoniert. Hier ist die Aufklüngelei zumindest recht gut gemacht, denn es ist wirklich schwer zu erahnen, wer denn da gerade mit wem paktiert.
Recht wenig tut sich dagegen leider in der Action-Abteilung. Eine kleine Schießerei zu Beginn, eine Verfolgungsjagd Hubschrauber/Auto und der Showdown auf dem Flugfeld, das wars dann auch schon. Wirklich besonders dynamisch oder gut choreographiert sieht das alles aber nicht aus. Zwar gibt es noch die typischen bildschirmgroßen Explosionen, wie sie bei PM Entertainment ja üblich sind, aber wenn man zum Schluß dann noch die tolle Absturzszene aus Air America einflechtet, hat das schon etwas von Kundenveralberung. So bleibt dann leider ein Film, mit vielen Darstellern die ich prinzipiell gerne sehe, aber das Endergebnis kaum befriedigen kann. Schade, schade.
4/10