Review

Inhalt:

Hai Gangfeng ist ein ehemaliger Staatsdiener und dabei, sich mit einer Schatzkiste voller äußerst wertvoller Juwelen abzusetzen. Dies besingt ein vagabundierender Bettelmönch (Shek Tien) in einem Wirtshaus, und vielerlei zwielichtiges Volk lauscht ihm hierbei.

Umgehend machen sich 2 Kämpfer aus dem Wirtshaus auf, den Pferdekarren des vermeintlichen Hai Gangfeng (Ku Feng) zu überfallen.
Doch wird dieser Überfall vom Schwertkämpfer Zha Xiaoyu (Tung Li) vereitelt, und dieser wird von Hai und 2 schönen Frauen (Kong Ling, Kwok Chuk), die Hai als seine Töchter vorstellt, zum Dank mitgenommen.

Der Weg führt ins Wirtshaus "Gao Family Inn". Dieses dubiose Wirtshaus, in dem auch Menschenfleisch für die Speisen verarbeitet wird, wird von Gao Sanfeng (Wong Hap aka Wang Hsieh) und seiner Frau Sang Niang (Yue Fung) geleitet.

Beide sind auf die Ankunft Hai´s vorbereitet, hat doch einer derjenigen, die dem Bettelmönch lauschten, Liu Tong (Lee Ho), das Wirtshaus der Gao´s zuvor erreicht. Liu, Gao und Sang wollen Hai um die Schatzkiste erleichtern und es kommt zum mörderischen Kampf!
Hai Gangfeng ist gar nicht der echte Hai Gangfeng, sondern der Peitschenkämpfer Zheng Shoushan. Liu, Gao und Sang Niang werden von Zheng mit geradezu viehischer Brutalität getötet.

Zheng will mit niemandem teilen, doch durch die Fürsprache einer seiner Töchter, darf Zha Xiaoyu im Wirtshaus mit logieren. Derweil nimmt Zheng die Rolle des Wirtshausbetreibers an, die Töchter spielen Kellnerin, und die Ankunft des echten Hai Gangfeng wird abgewartet.

Doch zuvor erreichen noch andere illustre Gestalten das "Gao Family Inn", die zuvor dem Bettelmönch zuhörten, und an den Schatz wollen.
Die "Five Ghosts of Xiang Xi" und deren Anführer (Wu Ma) werden jedoch nach heftigem Kampf von Zha Xiaoyu liquidiert....

Da erreicht der echte Hai Gangfeng (Yang Chih Ching) das Wirtshaus, und wird von Zheng, Zha und den beiden Damen in Empfang genommen.
Doch weitere "Gäste" wollen sich in der Taverne breit bzw. am Pferdekarren zu schaffen machen. So ein dubioser Schwertmeister (Chiang Nan) und die Cao-Brüder von der "3 headed Cobra"-Gang mit dem kuriosen Meister Ho. Auch eine ominöse, weißgewandete Schwertkämpferin (Shih Szu) quartiert sich in der Taverne ein....

Schließlich eskaliert die Situation, und der Kampf um den Schatz ist voll entbrannt. Zheng und Zha wähnen sich in in diesem Ringen bereits als Sieger. Doch ein ebenso wendungsreicher wie blutiger Show-Down mit der weißgewandeten Fighterin, die sich als Zhang Caibing, die Schülerin der Lady Hermit entpuppt, steht noch bevor.....

Fazit:

Der Film "The black tavern" gefiel mir ausgesprochen gut. Es ist ein spannender Eastern, der eine letztendlich einfache, aber feinsinnig inszenierte Story besitzt, und außerem jede Menge cooler, blutiger Fights beinhaltet.
Es geht um eine Schatzkiste, hinter der diverse zwielichtige Charactere her sind, und alles beschränkt sich örtlich gesehen fast ausschließlich auf einen Raum in einer Taverne und dessen Hinterhof, wo eine ganze Reihe der Fights angesiedelt sind.

Der Handlungsablauf ist von Regisseur Yip stringent durchgezogen, ja geradezu schnörkellos. Die Charactere besitzen nicht all zu viel Tiefe, Regisseur Yip befasst sich viel mehr mit der Story und den Kämpfen. Und diese sind zackig, blutig und mitunter sehr brutal arrangiert.
Hierbei spielt Ku Feng eine herausragende Rolle. Nicht nur, dass er als absoluter Bösewicht mit mörderischer Arglistigkeit brilliert, nein, er liefert hier auch die viehischsten Tötungen ab.
Er agiert mit einer Peitsche, mit der er auch Schwerter und Fleischerbeile herumwirbeln lässt, so köpft er -die Szene ist raffiniert geschnitten- Lee Ho und anschließend die schöne Yue Fung auf perfide Weise.
Ku Feng quetscht Yue Fung den Hals mit der Peitsche durch, deren Haupt fällt zu Boden.... ohne Worte.

Auch der Show-Down mit Shih Szu ist rasant inszeniert, und die Fights überzeugen. Leider ist der Auftritt von Shih Szu ziemlich kurz, sie agiert nur im letzten Viertel des Streifens, ich hätt sie gerne länger gesehen.

Überhaupt spielen einige der schönsten Shaw-Darstellerinnen mit. Yue Fung (bekannt aus den Shaw-Movies "The pirate" und "All men are brothers"), sie hat wieder die Geldgier ins Gesicht geschrieben, als sie von den Schätzen in der Kiste hört. Auch ihr Auftritt als Frau des Gastwirts ist kurz und sie stirbt einen grausamen Tod.
Shih Szu, sie brilliert in ihrem kurzen Auftritt vor allem kampftechnisch, starke swordplay-Szenen und auch akrobatische KungFu-Sequenzen inclusive Sprung-Tritt, gefiel mir.

Ein Wiedersehen gab es mit der Darstellerin Kwok Chuk. Sie war die arme Frau von Chu Mu in "Delightfull forest" ("König der Shaolin"), die von Ti Lung den Kopf in den Weinkrug gesteckt bekam, während der Wirtshausschlägerei in jenem Streifen Chang Cheh´s, hier ist ihre Rolle ausgefüllter, und sie kämpft tapfer.

Als schleimig-gewitzter Gastwirt des "Gao Family Inn" gefiel mir auch Wong Hap (aka Wang Hsieh). Auch er wird von Ku Feng auf besonders grausame Art getötet, Ku knallt ihm mit der Peitsche beide Augen aus dem Schädel, und das Blut läuft...

Die Fights sind also schon besonders hart, in einer kleinen Nebenrolle ist hier noch Shaw-Regisseur und -Darsteller Wu Ma zu entdecken.

So ist denn "The black tavern" ein sehr unterhaltender Eastern, geradlinig, mit düsterer und interessanter Atmosphäre. Eine kleine Schwäche hat der Streifen, der etwas nervige Singsang und Auftritt von Shek Tien als vagabundierender und etwas trotteliger Bettelmönch, die Szenen mit ihm nehmen dem Streifen etwas an Tempo, sei´s drum, dafür ziehe ich lediglich einen Punkt ab.

Ich gebe dem Eastern "The black tavern" excelente 9/10 Punkte!

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