Der Einstieg versprüht Tarantino Vibes, kein Scherz, Dialoge, Kamera, Schnitt und Soundtrack. Folgend erleben wir ein kultiges Gag-Gewitter, eines der expliziten Sorte. R-Rated ist definitiv angebracht, die Wortwahl ist keinesfalls jugendfrei. Davon abgesehen hat „Superbad“ mit seinen Figuren und so viele ikonischen Szenen das gewisse Etwas, welche popkulturellen Wiedererkennungsfaktor versprühen. McLovin! Leider, je nach Sichtweise "zum Glück", geht das im Mittelteil etwas verloren, wobei hier dafür zwischen dem Chaos auch immer mehr Tiefgang durchschimmert. Ja, „Superbad“ ist neben allem stumpfen Humor auch ein melancholischer Coming-Of-Age-Film. Over the top bedeutet hier nicht automatisch unauthentisch, im Gegenteil. Wer den Schmuddel gedanklich wegwischen kann, wird viel Herz entdecken. Und einen der besten Filme seiner Art aus den 2000ern.