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Der Manager Nicholas Hume führt ein idyllisches Leben mit seiner Frau, und seinen 2 Söhnen, von denen einer ein sehr beliebter und erfolgreicher Ice Hockey Spieler ist. Dieses Glück zerbricht schlagartig in dem Moment, als der Ice Hokey spielende Sohn nachts während eines Überfalls auf eine Tynkstelle von einem der Gangmitglieder brutal niedergestochen wird, und im Krankenhaus schlußendlich den Tod findet. Kurz vor der Verhandlung findet er heraus, dass die Abschlachtung seines geliebten Sohnes nur eine Art Aufnahmeritual in einer Gang von drogenherstellenden Unterschichtlern war, und dass der Mörder nur einer Strafe von etwa 3 Jahren entgegensieht. Desillusioniert erzwingt er den Freispruch und sucht den Killer auf. Im Handgemenge tötet Hume den jungen Rowdy, woraufhin die Gang des Killers blutige Rache schwört. Nach einem weiteren Trauma rastet Hume aus, und nimmt die Gerechtigkeit in die eigene Hand.

Der Film, der interessanterweise von James Wan, dem Kopf hinter der bekannten und beliebten Saw Reihe steckt, visualisiert wurde ist eine Art Mix aus Filmen wie Mad Max, Taxi Driver und der Rahmenhandlung des Videospiels Max Payne, angesetzt mit einer Prise 187, vermischt mit dem schäbigen Look und der Optik des ersten Saw Filmes. Der Hauptdarsteller Kevin Bacon, sowie die Darsteller der Gang machen ihren Job wirklich gut, köstlich ist auch John Goodman als schmieriger, proletenhafter Waffenschieber!

Der Film ist relativ spannend inszeniert, was heißen soll, dass die Spannungskurve nach der Ermordung des Sohnes konstant bleibt. Längen gibt es bei den 106 Minuten eigentlich nicht. Der Film wirkt hart, auch wenn er nur wenige blutige Szenen zu bieten hat. Die Geschichte an sich ist nichts Neues, alles hat man irgenwie schon in einem anderen Film gesehen, Innovation ist das nicht gerade. Interessant fand ich den Kontrast zwischen der grellen Welt Hume´s und der dreckigen Welt der Gang, der von Wan gekonnt in Szene gesetzt wurde. Gegen Ende dreht der Film nochmal richtig auf, und erinnert, wegen der Überzogenen Mad Max "Hommage", ein wenig an ein Comic. Jedoch ist der Schluss zu schwach inszeniert, zu klischeeüberlanden und zu unpassend, als das man ihn als wahren Höhepunkt bezeichen könnte. Wo wir auch schon beim größten Probelm des Films angekommen sind: der Film wirkt in meinen Augen einfach Höhepunktslos! Obwohl es mehrere Schlüsselsequenzen gibt, hat man nach dem Anschauen das Gefühl, als wäre nichts wirklich weltbewegendes passiert.

Fazit: Der Film unterhält für 100 Minuten und wird nach DVD Release in Vergessenheit geraten, da nichts den Film außergewöhnlich macht. Gute Unterhaltung bleibt er aber dennoch, und im Kino verfehlt der Film auch seine Wirkung nicht. Wer Mad Max einmal in der Sicht vom Saw Regiesseuren erzählt haben möchte, und wem Gang-, Einzelkämpfer- und Film Noir Streifen gefallen, macht hier auch nichts falsch.

5/10 Punkte

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