Weil die Justiz mal wieder versagt hat, will Kevin Bacon als braver, fürsorglicher Familienvater den Mord an seinem Sohn im Alleingang rächen und lässt sich dabei auf ein Spiel ein, dass nicht gewonnen werden kann…
Der neue Selbstjustiz-Thriller vom SAW-Regisseur – knallhart, kompromisslos, aber nicht wirklich der Überflieger.
Zu wenig Mitleid verspürt man, wenn die Gang-Mitglieder die „Friede-Freude-Eierkuchen“-Welt unserer Protagonisten mit dem Dampfhammer sprengen, zu wenig wünscht man Kevin, angetrieben von seiner Enttäuschung, dass das mit dem perfekten Leben doch nix geworden ist, dass er mit seiner Rache erfolgreich ist.
Die Guten – die amerikanische Bilderbuch-Familie Vs. die Bösen – seelenlose Abziehbilder von kriminellen Straßenschlägern… - nö, allzu viel Tiefgang oder Raffinesse hat „Death Sentence“ nun wirklich nicht zu bieten, dafür um so mehr an Klischees und Pseudomoral.
Gut, er fällt ein wenig härter aus als sonstige Hollyshit-Thriller, unterm Strich aber doch zu soft für Leute, die auf bloße Gewaltorgien aus sind. Dem Mainstream-Publikum wird’s aber wahrscheinlich reichen.
Der Bacon als Racheengel überzeugt auch nur bedingt, mutiert aber wenigstens nicht zum "Punisher", sondern bleibt schon so etwas wie der verärgerte Mann von der Strasse.
Ich für meinen Teil würde aber doch eher zu „Death Wish“, zu „A Bittersweet Life“ oder (für die ganz Harten) zu „King Of The Ants“ raten.
„Geh mit Gott…
…und einer Tasche voller Waffen!“
Fazit:
Ganz nett, mehr nicht. Du bist kein Bronson, Kevin, schnall’s einfach!