Nach sieben Jahren hat man es geschafft, die Fortsetzung von "Universal Soldier" zu drehen. Vorweg die guten Nachrichten: Jean-Claude Van Damme hat endlich ein voll funktionierendes Gehirn, ist wieder Mensch wie eh und je. Und mit Bill Goldberg hat man ansatzweise einen Ersatz für Dolph Lundgren gefunden.
Das war auch schon alles an Positivem.
Denn das, was mir da über den Bildschirm gelaufen ist, grenzt an Verspottung des ersten Teils und an Verspottung des guten Actionfilms. Schon die Story ist Grütze erster Güte:
Die Universal Soldier werden weiter entwickelt. Mit dabei: Jean-Claude als Berater und der Supercomputer S.E.T.H. , der sprechen und denken kann. Nachdem man das UniSol-Programm aus Kostengründen einstampfen will, läuft S.E.T.H. die alte Saufbirne amok und übernimmt die Kontrolle über die Universal Soldier, die natürlich alles über den Haufen knallen, die gegen den bösen Super-PC ankämpfen.
Trotz 45 Mio. Dollar Budget sieht die Kulisse arg nach Pappe aus, das meiste dürfte wohl für Gagen und Explosionen (immerhin sind diese ganz nett) draufgegangen sein. Van Damme macht sich zum Kasper, hat mit Heidi Schanz wieder eine nervige Reporterin (warum?) am Hals und ich bin mir nicht sicher, ob der Film gewollt lustig wirken soll, oder ob man es nicht wirklich besser konnte.
Die UniSols sind von der Statur her alle erbärmlich, strahlen null Bedrohung aus und zudem sehen sie mit ihren gelben Amateur-Schießstand-Schutzbrillen total bedeppert aus.
Goldberg stürzt und fällt in allen Lagen Häuser hinunter oder durch Wände durch, dass es nicht mehr lustig ist. Hauptsache die Brille sitzt...
Keine Ahnung wie ich mir eine Fortsetzung vorgestellt habe, aber nüchtern ist dieser Schrott definitiv nicht zu ertragen.
2/10