Inhalt:
China während der Ming-Dynastie. I Chun (Jimmy Wang Yu), einst ein Offizieller des Ming-Regimes, ist nunmehr ein Attentäter..., etliche Attentate auf Ming-Minister sind von ihm bereits verübt worden. So zuletzt an Minister Liu..., I Chun überfiel dessen Delegation, keiner blieb am Leben!
I Chun´s Freundin, Hsiu Hsiu (Tong Lan-Fa), steht all dem hilflos gegenüber..., sie würde lieber mit ihrem Freund ein bürgerliches Leben führen!
In der Provinz ist Eunuch Ho (Lee Ying) der eigentliche Machthaber, Lord Wen ist nur ein schwacher örtlicher Fürst.
Ho ist auch der Mörder des Vaters von I Chun..., dies erfährt I Chun von seinem ehemaligen Schwert-Bruder, dem undurchsichtigen Wang Yuan (Chang Yi)!
I Chun wird gefangen genommen, und ausgerechnet Hsiu Hsiu versetzte den Tee, den I Chun zu sich nahm, mit einer betäubenden Droge!
Doch kann sich I Chun befreien..., Ho kann seinem Schicksal nicht entgehen!
Doch Wang Yuan..., sein Bruder fiel einst ebenso dem Attentäter I Chun zum Opfer. Ein Duell der beiden ehemaligen Schwert-Brüder ist unausweichlich..........
Fazit:
Meine kleine Wang Yu-Retrospektive geht weiter.....
Im Jahre 1972 drehte Regisseur Hsu Tseng-Hung diesen klassisch gehaltenen Kostüm-Eastern in hellen, klaren Bildern, einer üppigen Ausstattung, einer so dünnen wie etwas konfusen Handlung, rasant-blutigen Schwert-Fights und Jimmy Wang Yu in der Hauptrolle.
Damit ist fast schon alles gesagt, zu diesem insgesamt recht unterhaltsamen Eastern, der aber kein Meilenstein des Genres ist.
Dazu ist die Story denn all zu dünn, und dafür auch noch nicht mal stringent umgesetzt. Es wird teils viel dialogisiert, die Figuren dafür zu wenig beleuchtet..., und ihre Aktionen wirken mitunter auch etwas inkonsequent.
Zwar versuchte die Regie hier mit teils melancholischen Szenen zu untermauern, dass die Figuren die Gewalttätigkeit dieser, ihrer Zeit, hinterfragen..., letztendlich bleibt dies aber unausgegoren und im Ansatz stecken.
Dennoch kann "The gallant duo" noch unterhalten..., die üppige Ausstattung, hübsch gewählte Locations und vor allem rasantes Swordplay reißen die Sache noch auf ein mittleres Niveau..., ein "netter" Schwert-Eastern "für zwischendurch", gleichwohl sich Hsu Tseng-Hung wohl mehr Wertschätzung erhofft haben dürfte, ein Epos ist sein Streifen denn leider nicht geworden.
Wang Yu spielt denn fast etwas lustlos wirkend..., doch für seine Verhältnisse kompetent in der Action.
Tong Lan-Fa ist bildhübsch, aber inkonsequent in ihrem Handeln.
Lee Ying und Miao Tien solide als Villains..., und Chang Yi kann als undurchsichtige Figur in diesem Film am ehesten noch "brillieren" (etwas hoch gegriffen formuliert).
Neben der üppigen Ausstattung und dem epischen Ansatz hinsichtlich der Atmosphäre dieses Eastern, kann denn die Schwert-Action noch was gut machen.
Etliche Fights sind routiniert-solide choreographiert..., jeden Gegner treffend, erschlägt Wang Yu in 1vs.10-Kämpfen jeden Gegner..., das Duell mit Chang Yi ist exakt arrangiert..., und es wird auch richtig blutig, mit hohem Bodycount.
"The gallant duo"..., kein großes Epos, ein gut ausgestatteter, insgesamt solide-routinierter Kostüm-Eastern für "zwischendurch", der sich seine 6/10 Punkte in meiner Bewertung knapp verdienen kann.