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Die Story des Films ist schnell erzählt: Sara (Alysson Paradis) ist schwanger und es ist einen Tag vor der geburt. Nachts taucht eine Frau (Béatrice Dalle) an ihrem Haus auf und bricht ein. Ihr Ziel ist Sarahs Kind und dafür ist ihr jedes Mittel recht.
Die Story bietet, bis auf das Ende, eigentlich keine großen Überraschungen. Das muss sie auch nicht, denn der Film wird von dem Konflikt der beiden Frauen und deren Spiel getragen. Das Katz- und Mausspiel zwischen den beiden ist routiniert und spannend inszeniert und gewinnt durch den limitierten Schauplatz eines einzelnen Hauses zusätzlich an Reiz.
Beginnt der Film zunächst noch sehr ruhig und droht fast etwas langweilig zu werden legt er nach etwa einer halben Stunde richtig los: Was hier an rotem Lebenssaft fließt und an Effekten geboten wird sucht seinesgleichen und war in der Intensität und Brutalität bis dato nicht zu sehen. Die Effekte sind alle Handmade und wirken zumeist realistisch, doch gerade zum Ende hin wird ein zu exzessiver Gebrauch dieser betrieben, was der Stimmung und dem Terror des Filmes etwas abträglich ist. Und hier spreche ich auch gleichzeitig eine Warnung aus: Der Film ist hart und auf keinen fall für Menschen geeignet, die mit Splatter und Gore nichts anfangen können: Offene Kopfwunden, ein explodierender Kopf und Blutfontänen machen den Gorehound glücklich, soregn aber bei manchem wohl für Übelkeit. Der Star des Films sind im eigentlichen Sinne also die Effekte und obwohl die Schauspielerinnen sehr gut agieren und den Film durch ihr Spiel mit tragen, wäre der Film ohne besagte Effekte einfach nur ein belangloser Thriller unter vielen, was man ihm leider als Kritikpunkt anrechnen muss. Etwas mehr Innovation hätte hier nicht geschadet.
Dafür punktet der Film über weite Strecken mit ungewohnter Musik und interessanten Soundeffekten, die ins experimentelle schlagen und den Film angenehm in den spannenden Szenen unterstützen.

7/10

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