"Inside" ist ein absolut fesselnder und teilweise auch verstörender Psycho/Horror-Thriller mit einem extremen Schuss Goregehalt.
Die Story wurde hier ja schon mehrfach umrissen: Autounfall, Mann tot, die Frau überlebt mit dem gemeinsamen Kind. An Heilligabend dringt eine absolute Psychopathin ins Haus ein und will das Kind. Und dazu ist ihr wirklich jedes Mittel recht.....
Was den recht kurzen Film auszeichnet ist, dass er sehr schnörkellos ist und erst gar nicht lange "rummacht", d.h. er kommt schnell zum wesentlichen. Humoristische Einlagen oder Passagen, welche die sehr beklemmende Haupthandlung auflockern sucht man vergeblich. Dieser Film ist knallhart, eiskalt und absolut humorlos.
Die Schauspieler agieren allesamt sehr überzeugend, dies gilt nicht nur für die beiden Hauptfiguren, die sich ein zum Schluss infernalisches Duell liefern, sondern auch für die Nebenfiguren. So ist deren Angst wirklich zum Greifen spürbar und sie verhalten sich auch durchaus realistisch.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die atemberaubende Spannung, welche sich bereits nach knapp 20 Minuten aufbaut und stetig ansteigt. Man fiebert mit der malträtierten Sarah regelrecht mit und ihr Schmerz und die Qualen werden förmlich greifbar, wenn die völlig entfesselte Furie vor die Tür hämmert.
Des Weiteren werden die absolut heftigen (und auch realistischen) Goreeffekte sehr geschickt und gekonnt in Szene gesetzt. Wer sich selbst als passionierten Horror- und Splatterfan bezeichnen kann, der wird vor Freude einen Luftsprung machen. Zarte Gemüter werden sich mit Abscheu wegdrehen.
Fazit: Ein absolut kurzweilliger, atemberaubend spannender Film, der Terrorkino pur verkörpert und außerdem noch mit heftigster Brutalität aufwartet.
Meiner Meinung nach 3 Klassen besser als der ebenfalls schon empfehlenswerte "High Tension".