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Der arbeistlose John verdingt sich als Tagelöhner auf dem Bau. Ein Kollege verhilft ihn zu einer Unterkunft inmitten von Wellblechhütten. John ist nicht wählerisch, denn er glaubt an den amerikanischen Traum und Gerechtigkeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch als er zufällig durch eine spezielle Sonnenbrille schaut, entdeckt er, dass manche Menschen alienartige Schädel haben und hinter Werbung versteckte Botschaften stecken, die die Bevölkerung zu Gehorsam und Produktivität auffordert. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf eine Wiederstandsbewegung, doch scheinen die Aliens schon durch alle Instanzen verbreitet zu sein. John Carpenter schuf mit dieser Invasionsstory einen typischen 80er-Jahre-Thriller, der einige gute Ideen beinhaltet: die komplette Überwachung der Menschen ähnelt George Orwells 1984 und die Bedrohung durch die Invasoren erkannt zu werden wächst stetig an, zumal Hauptdarsteller Roddy Piper über drei Viertel der Laufzeit Alleinkämpfer ist. John Carpenter macht aus dem Thema einen actionlastigen Thriller, in dem handfeste Auseinandersetzungen die Lösung des Problems versprechen. Nun ja, John und sein Kollege Frank sind eben auch schlichte Gemüter, die die an Ehrlichkeit glauben und so. Die Aliens haben einige gute Auftritte, wobei die Maske wirklich gelungen ist. Trotzdem sollten sich Horror- und vor allem Gorefans nicht zu viel erhoffen. Außer Schlägereien und Schießereien ist die FSK 18 eher schleierhaft, FSK 16 hätt's auch getan. Nicht gerade der beste Carpenter, doch mit durchaus spannenden Momenten. Von der Story her wäre mehr drin gewesen, wenn das Fiktive mehr ausgesponnen oder zumindest mit dunkler Atmosphäre versehen wäre, statt mal wieder einem Prügelknaben das Schicksal der Erde zu überlassen.

Fazit: Actionlastiger Invasorenthriller, der gut durchdacht und (leider) sehr amerikanisch umgesetzt ist. 6/10 Punkten

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