... bestimmt sein Testament seine einzige Tochter Giselle zur Universalerbin. Der Rest der verzweigten Familie ist zuerst schockiert, sinnt aber rasch nach Abhilfe. Onkel Ivan ist der teuflische Stratege. Ihm kommt dabei gelegen, dass Giselle ziemlich zurückgezogen lebt und so den stetigen Familienintrigen entfremdet ist. Geld korrumpiert Ärzte, Anwälte und Beamte. Giselle wird in eine Nervenklinik eingeliefert. Ziel der Familie ist es, durch eine Entmündigung Giselles an das große Geld zu kommen. Das Mädchen wehrt sich verzweifelt, aber die dichte Mauer des Schweigens hält Sie gefangen. Auch ein Ausbruch aus diesem Netz der Lüge bringt nur kurze Freiheit, dann greifen die Fänger im weißen Kittel wieder zu. Die Nacht hinter Gittern, hinter Türen ohne Klinken, kennt kein Erbarmen. Wer hier eingeliefert wird, ist ausgeliefert, verloren, wenn er ohne Helfer ist. Nur ein Freund von Giselle rennt zu Anwälten und Ärzten - vergebens. Diese Aussichtslosigkeit, der Wahrheit zu Recht zu verhelfen, treibt ihn zur Illegalität. Er hilft Giselle beim gewaltsamen Ausbruch. Giselle bringt die Kraft und Energie auf, ihre Rechte zu verteidigen. Verblüfft über diesen unerwarteten Widerstand, reagiert der gereizte Onkel Ivan unbedacht und verspielt den Traum von Reichtum wie sein Leben.
Quelle: Covertext Marifon