Jun Ma, ein ehrenhafter Bulle, der auch mal zu hart zuschlägt und von seinen Chefs immer wieder vorgeladen wird, arbeitet seit Jahren mit seinem Partner Wilson zusammen. Doch die Zusammenarbeit leidet, denn Wilson arbeitet als Undercover-Agent und hat sich in eine Mörderbande eingeschlichen. Als seine Tarnung auffliegt, wird er schwer verletzt. Doch die Gangster wollen Rache, sprengen sein Haus und entführen seine Freundin. Als sich Wilson auf den Weg macht, seine Freundin zu befreien, rechnet er nicht mit der Hilfe seines Kumpels Jun.
Wie soll man bloß einen Film bewerten, dessen Showdown sensationell ist, aber dessen 60 Minuten davor einem vorkommen wie 600. So ein Kandidat ist in meinen Augen Kill Zone´s Nachfolger Flashpoint. Hier machen drei vienamesische Brüder einen auf Drogenring, Donnie Yen spielt den Prügelcop, der zunächst zum Dirigent des Polizeiorchesters strafversetzt wird (die Idee ist nun wirklich mal originell), aber zurückbeordert wird, weil sein Undercover agierender Partner Probleme mit eben jener Vietcong, äh -nam, Gang bekommt. Die erste Stunde ist dabei wirklich gähnende Langeweile angesagt. Ausgenommen natürlich für Freunde des schrägen Hong Kong Humors, die es spaßig finden, wenn sich 80jährige Omas übergeben, oder der (natürlich) dümmliche Polizeichef sich selbst in die Luft jagd. Ansonsten sehen wir zu wie die Bösen Nudeln verspeisen, danach die guten Nudeln futtern, dann kommt......schnarch.
Der Klamauk ist dabei zwar längst nicht so penetrant wie bei den frühen Jackie Chan Filmen, aber hätte man den ganzen Quatsch weggelassen und dafür mehr von der spärlich vokommenden Action eingestreut, sähe Flash Point um Lichtjahre besser aus, zumal man ja dolle Leute dabei hat. Donnie Yen sieht zwar auch nicht mehr aus wie Mitte zwanzig, aber der Junge ist immer noch heiß, das zeigt er in jeder seiner Actionsequenzen, aber auch sein Gegenpart (Name grad entfallen, sorry) ist nun wirklich keine Lusche, nur sie bekommen eben lange nichts zu tun.Selbst der Mordanschlag auf die Cops ist öde inszeniert, was man auch erstmal so hinbekommen muß.Wenn man aber den ganzen Anfangsbrei geschluckt hat gehts zum dollen Endkampf zunächst auf so einem Holzpfostenhafen, oder wie die Dinger heißen, und dann in die Wiesen zum munteren balgen. Hier wird dann alles ausgepackt, weshalb sich die meisten so einen Streifen anschauen. Blutiges Bleigewitter und der Schlußkampf, der an Martial Arts Künsten und grandiosen Bewegungen schwer zu überbieten ist. Lobend muß man auch erwähnen, das die Macher auf CGI und Wire Fu verzichteten, was den Kampf nur natürlicher und dreckiger erscheinen läßt, auch wenn es eher unwahrscheinlich sein dürfte, das beide Kontrahenten zwei Stockwerke tief fallen, sich kurz ausschütteln und dann weiterbalgen als wäre nichts geschehen. Schade, schade, schade, da hat man eine große Chance verpaßt. Wenn ich jetzt alles gegeneinander abwäge bleiben leider nur
5/10