Review

Auch wenn der gute Dolph Lundgren noch immer recht durchtrainiert ausschaut und mit staubtrockenen Sprüchen punkten kann, - ein komplett einfallsloses Drehbuch gleicht der gebürtige Schwede und Ex-Karate-Europameister auch nicht aus.

Hier verkörpert er den ehemaligen Supersoldaten der Green Berets, Xander Ronson, der sich mehr schlecht als recht in der Mongolei durchboxt, - größtenteils mit illegalen Wettkämpfen und den daraus eingenommenen Wettschulden.
Bis der Engländer Chambers ihn mit einem lukrativen Angebot dazu überreden kann, an einer Expedition teilzunehmen, um eine sagenumwobene Thangka (ein buddhistisches Rollbild) zu finden.
Doch russische Rivalen sind dem Team bereits auf der Spur.

Bis es in die Einöde Mongoleis geht, bietet Dolph in der Rolle des Xander genügend Potential für Unterhaltung. Ein illegaler Arena-Fight, ein unfreiwilliger Besuch bei den Behörden und zwischendurch immer wieder hübsche Frauen und Alkohol in rauen Mengen.
Der einsame Außenseiter, der aber von allen gemocht und respektiert wird, fungiert von Beginn an als Sympathieträger.

Doch ab dem Zeitpunkt, an dem das eigentliche Abenteuer einsetzt, dominieren Eintönigkeit und Langeweile. Primär geht es lediglich darum, sich die russischen Typen vom Leib zu halten, was fast ausschließlich auf das Konto des Helden geht. Zwischendurch steigt man in eine Höhle herab und obwohl Xander vor Fallen in den Grabkammern warnt, gibt es davon nur eine einzige. Im Verlauf gibt es auf beiden Seiten Opfer, Xander nähert sich der chinesischen Stieftochter des Auftraggebers, bis man final in einem Tempel noch zwei okaye, aber viel zu kurz geratene Zweikämpfe geboten bekommt.

Um ordentlichen Drive zu schüren, fällt der Score zu dünn aus, der Bösewicht als solcher taucht zu selten auf und Abwechslung bekommt man erst recht nicht geboten, denn bis auf ein paar blutige Schießereien und einen explodierenden Jeep finden sich kaum auffällige oder gar temporeiche Szenen. Es wird zu viel taktiert, Überraschungen bleiben komplett aus und es mangelt von vorne bis hinten an frischen Ideen.

Für ein raues Abenteuer ist „Diamond Dogs“ also insgesamt viel zu dröge, einseitig und vorhersehbar. Nur Dank eines Dolph Lundgren, der mimisch nicht viel zu tun hat, körperlich aber noch recht agil erscheint, taugt der Stoff für Nebenher.
Allerdings auch nicht für mehr, knapp
4 von 10

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