Yeah, Dolph is back on track.
Nach dem grandiosen The Mechanik und dem feinen The Defender ist Diamond Dogs zwar kein Knaller, aber ausreichendes B-Amüsement.
Unser Held heißt Ronson, ist Suff und Weibern nicht abgeneigt und verkloppt in der Mongolei ein paar Flitzpiepen (und häßliche Riesen) um ein paar Dollars einzufahren. Die örtlichen Behörden sehen das nicht gerne, und auch sonst ist die Lage eher unentspannt.
Schön, daß ein paar zwielichtige Gestalten ein verstecktes buddhistisches Artefakt finden wollen, und unseren stahlharten Schweden als Führer brauchen. Natürlich dauert es nicht lange, bis sich auch andere Unholde an der Jagd beteiligen.
Die Adventure-Story ist ok, kann den Film jedoch nicht vor einigen Längen bewahren. Auch optisch gibt der Streifen leider nicht allzuviel her, trotz des exotischen Drehorts Mongolei.
Der Anfang ist jedoch voll gelungen, die illegalen Fights sind gut - will heißen: nicht zu hektisch - gefilmt und auch recht gut choreographiert. Aber es fällt auf, daß der gute Dolph - trotz 1A Body - inzwischen doch etwas schwerfälliger ist, und seine Schläge teilweise arg langsam sind. Hier hat der Schnitt also keine Glanzleistung absolviert. Dennoch legt der Film auch bei den Kämpfen schon eine härtere Gangart ein, harmloses Rumgehopse kriegen wir hier nicht zu sehen!
Der erste Badguy, welcher die Schatzsuche anleiert, sieht aus wie Ren, von Ren & Stimpy, und wirkt etwas verwirrt. Der zweite Bösewicht ist dann Marke "Brutalo-Russe". Sie würzen den Plot zwar etwas, bringen aber auch keine großen Überraschungen.
So zieht sich der Film eher unspektakulär doch unterhaltsam dahin, wenn auch mit großen Tempo-Schwierigkeiten. Auch in der Grabkammer kommt dann kein richtiges Indy-Feeling auf, aber scheiß drauf - das hier ist B-Movie-land, nicht Spielberg.
Mich hat der Film unterhalten, trotz seiner technischen Schwächen und dem vermurksten Drehbuch. Er ist zwar nicht übertrieben hart, hat aber seine Momente (Genickbruch, Basey in die Fresse, blutige Einschüsse...).
Diamond Dogs versprüht ein wenig dieses "Anything goes" Feeling. Lundgren verkörpert den abgefuckten Söldner sehr überzeugend, und die Action macht Spaß. Wirklich enttäuschend fand ich nur den ziemlich unspektakulären Endkampf.
Ein recht harter B-Brüller, der sicherlich nicht zu Lundgrens Perlen zählt, aber auch kein Vollmurks ist. Auch wenn man sieht, daß das Budget nicht astronomisch war, kann der Film - wenn man nicht mit zu hohen Erwartungen rangeht - viel Freude machen. Die Synchro ist auch ok. Gibt insgesamt 6/10
MovieMadness