Seit Jahrhunderten bekämpfen sich die beiden Königreiche Delphi und Lochland. Nach dem Tod des Prinzen von Lochland steht nun der endgültige Sieg von Delphi kurz bevor. Von Rachegelüsten ergriffen, überredet ihn der Hexenmeister Armand sein königliches Blut zu spenden, um den Greif, eine Mischung aus Löwe und Adler, zu erwecken. Mit seiner Macht schlagen sie die Angreifer in die Flucht, doch der finstere Zauberer hat den König verraten. Nachdem die Angreifer besiegt sind, geht der Greif auf die eigenen Soldaten los. Der Hexenmeister ist mit Greif verbunden und beim Erreichen der nächsten Sonnenfinsternis in sieben Tagen sind beide unsterblich.
Immer wenn man denkt schrottiger Tierhorror sei eine Domäne des SyFy Channel, dann schickt sich oft Nu Image an, an diesem Thron zu kratzen. Eigentlich bin ich ja ein Fan des kryptozoologischen Monster Trashs, zumal das Setting ja auch im Mittelalter spielt, aber man muß doch immer wieder feststellen, das gerade in diesem Genre die Ausschußware wohl den höchsten Prozentsatz besitzt.
Allerdings so ein medievales Laientheater bekommt man selten zu sehen, das dann sogar nicht mal aus trashiger Sicht zu unterhalten vermag. Allein die CGI des Greifs aber auch der Burgen in der Totalen treibt einem die Tränen in die Augen und ist dem Jahrgang 2007 schlichtweg unwürdig. Das Vieh sieht wirklich lächerlich künstlich und steif animiert aus. Es gibt auch null Ansätze oder Mühe den Pixel-Piepmatz mit der Umgebung der bulgarischen Wälder und Wiesen interagieren zu lassen. Einfach nur furchtbar.
Kaum besser fällt aber die menschliche Komponente, wobei hier die einzigen Dinge waren, die mir an diesem Fantasy Puppentheater positiv auffielen. Zumindest werden viele kostümierte Statisten aufgeboten und auch die Darsteller fand ich teilweise gar nicht mal so übel, das war es dann aber auch schon. Für die schwülstigen Dialoge und miese Effekte können die bedauernswerten Leute ja nix.
Die Story selbst stammt aus dem Selbstbaukasten für Fantasy Filme. Verfeindete Königreiche, böser Zauberer, ein Prinz und eine Prinzessin zunächst als Gegner mit der zu erwartenden 08/15 Liebesplotte, böse und gute Magie, in sieben Tagen unsterblich, die Wunderwaffe Drakonische Spitze, da ist nix dabei, was Tolkien nicht mühelos in einer Zigarettenpause zu Papier gebracht hätte.
Trashfans können dieser schlampig hingespuckten Veranstaltung vielleicht etwas abgewinnen, aber selbst mit diesem Aspekt wird man Mühe haben die knapp 90 Minuten zu überstehen. Stattdessen gibt es lieblose Klischees und eine billige Geschichte. Schickt bitte den Greif zurück in seinen Vogelkäfig und laßt die beiden Königreiche so lange weiterkämpfen, bis niemand mehr übrig ist, Geschichten wie diese weiter zu erzählen.
2/10