Review

Peinliche politisch correcte Propaganda

Die Handlung: Die 13jährige Jasira wird von ihrer Mutter von New York nach Texas geschickt, wo ihr libanesischer Vater für eine keusche Erziehung sorgen soll. Der verbietet ihr auch gleich mal bauchfreie Kleidung, Tampons, MakeUp, Intimrasur und "mit-Negern-reden".

Glücklicherweise kommt die Nachbarin (schwanger, Frau eines Friedenscorps-Toilettenbauers) zu Hilfe, versorgt das Mädel heimlich mit Aufklärungsschriften und rettet heldenhaft den Tag, als die 13jährige vom Nachbarn (Mann, weiß, hetero, US-Flagge im Vorgarten, für den Irak-Krieg) sexuell belästigt wird. Dafür darf ihr Jasira bei der Geburt Händchenhalten.

Kritik: Frauen gut - Männer schlecht; Linke gut - Rechte schlecht, Schwarz-Häuter gut - Weiß-Häuter schlecht, Vierbeiner gut - Zweibeiner schlecht... ach nein, das letzte war ja ein anderer Film.

Wie auch immer, der Film läßt kein politisch correctes Klischee aus, und auch wenn sich die Handlung stellenweise anhört, wie ein blöder Witz, ist es vom Film leider ernst gemeint.

Passend dazu auch der US-Titel "Towelhead" (Handtuch-Kopf), ein Schimpfwort für Turbanträger. So ist die politische Botschaft gleich mal im Titel verpackt. Offenbar war das ganze dem Regisseur eine Herzensangelegenheit, denn er tritt nebenbei auch noch als Produzent und Drehbuchschreiber auf.

Fazit: Eine Art "Lindenstraße für den US-Markt" und auf knapp 2 Stunden aufgeblasen.

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