Review

Hier haben wir mit Raubzug  der Wikinger einen weiteren Vertreter des nur spärlich besiedelten Wikingergenres!
Ursprünglich ging ich mit der Erwartung an den Film, dass mir etws ähnliches geboten würde wie in "Die Wikinger" mit Kirk Douglas: also ein solider Arbenteurfilm des Wikingergenres,der vielleicht etwas angestaubt ist aber durch liebevolle Darstellung des vermeintlichen Wikingerbildes zu überzeugen weiß; doch leider wurde ich enttäucht!!!
Was bei "Die Wikinger" gelang, nämlich einen Spagat zwischen ernsthaftem Abenteuerfilm und dem teils feucht ,fröhlichen Treiben der Wikinger zu finden , misslang hier leider völlig!
Der Hauptprotagonist Rolf(Richard Wildmark) wird als spaßender Tunichtgut gezeigt, der  sich gerissen aus den Notlagen rettet in die er sich selber führt- der Film verkommt dabei zur Posse.
Die Kampfszenen sind unterirdisch schlecht-wurde bei die Wikinger am Ende eine schöne Belagerung mit Burgeinnahme gezeigt, werden hier mit Paddeln Sarazenische Elitereiter verdroschen; das ganze geht soweit , dass am Ende an dem eigentlich Dramatik in der entscheidenden Schlacht entstehen sollte, ein fröhlicher Soundtrack abgespielt wird!!!!!
Noch hanebüchener ist die angedeutete Massenvergewaltigung des Harems des srazenischen Oberhauptes;da werden Possen gerissen und fröhliche Musik eingespielt.............unmöglich!!!
Der Film schwankt alle 10 Minuten zwischen bitterer Ernsthaftigkeit und kindischem Rumgeplödle-irgendwann hätte man sich mal entscheiden müssen was man will!!!! Das bischen Ernsthaftigkeit, was der Film dann und wann noch hat und ihm einen Rest Seriösität verleit, ist S. Poitier, der sich sichtlich bemüht das Ganze zu retten- es gelingt leider die meiste Zeit nicht.
warum der Film  FSK 16 eingestuft wurde, blieb mir ein Rätsel- Blut wird in Kämpfen eigentlich höchst selten gezeigt; lediglich die angedeutete Vergewaltigung(bei der man aber nichts sieht und die aus mir unersichtlichen Gründen auch noch durch Witze verharmlost werden soll sowie die im Vergleich zum Rest blutig ausgefallene Tötung der Geliebten des Sarazenenanführers[S. Poitier] könnten dies rechtfertigen.
Die Darsteller bleiben mit Ausnahme von Herrn Poitier, dessen filmischer Geliebten, sowie des Dänenkönigs schwach;
Richard Wildmark als Wikinger Rolf  floppt  meinens Erachtens völlig.
Das Drehbuch ist sichtlich schlecht, strotzt der Film doch mit Logikfehlern und Dummheiten.
Was allerings gut ist, ist die Ausstattung-allem voran die Drachenschiffe und die Kostüme. Die Handlung selbst ist einfach aber gar nicht mal uninteressant.
Da ich bekennender Fan des filmisch schlecht vertretenen Wikingergenres bin, gebe ich dem Film noch gerade so                4 Punkte; wohl aber mit dem Verweis, dass der Film sich wirklich nur für ganz eingefleischte Wikingerfans eignet!!!!!!

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