Feministischer Untergrund
In einer (damals) naheliegenden Zukunft, zehn Jahre nach einem scheinbar "demokratischen sozialen Bürgerkriegs", machen sich in einem dreckigen und weiterhin ungerechten New York ein paar Frauen(-gruppen) daran endlich mehr Gleichberechtigung und Fairness zu schaffen - wenn es sein muss auch mit Gewalt...
Die Kinder des Lichts
The Revolution... is about to be televised! "Born In Flames" streckt die Faust in den Himmel und hat in Zeiten von fragwürdiger Gleichberechtigung und Stichworten wie "Frauenquote" mehr Daseinsberechtigung denn je. Mit seinem semi-dokumentarischen Stil, den frischen Gesichtern und der fühlbar-echten Wut im Bauch kann "Born In Flames" punkten und im Gedächtnis bleiben. TV-Einblendungen und reale Geschehnisse oder zumindest Parallelen. Cooler Soundtrack, obwohl der Titeltrack (?) etwas schrill nervt. Ansonsten alles sehr gritty, sehr grobkörnig, sehr intuitiv. Bleibt nicht länger als er muss. Will nicht mehr als ihm zusteht. Revolutionär bis terroristisch. Wild und weiblich. Düster und wichtig. Gefährlich und großartig. Eine echte Identifikationsfigur und Handlung fehlt (leider?). Eine kratzige Collage. Rasiert (ist hier nichts). Punkige Pussy Power. A fucking Wasteland!
Suffragetten des Schlags
Fazit: radikal, rau, revolutionär... Lizzie Bordens "Born In Flames" ist ein potenter Stil- und Genremix und einer der ultimativen NYC-Filme. Wütend und weise. Nicht nur in seinem finalen Moment geradezu prophetisch, hat er nichts von seiner Kraft, Sperrigkeit, Innovation, Frauenpower und Faszination verloren!