Review

Ich bin ein riesiger Verehrer der Werke Takashi Miikes, des "Enfant Terrible" des neuen japanischen Kinos.

Dead Or Alive 1 gehört für mich neben Ichi und Fudoh zu den ganz großen Filmen der neuen asiatischen Härte.

Aber Dead Or Alive 2 hat mich eigentlich nur enttäuscht. In Punkto Härte kann er nicht im entferntesten an den Erstling heranreichen. Aber na gut, Miike hat schon öfter Filme mit zurückgeschraubter Gewalt oder welche die gänzlich ohne auskommen gedreht. Diese konnten dies dann aber wenigstens mit geilem Humor oder 'ner coolen Story wettmachen. Doch auch dies vermisse ich in DOA Birds.

Die Story ist sogar für Miike-Verhältnisse sehr konfus und teilweise einfach nur schwachsinning. Der Humor ist nur an wenigen Stellen halbwegs witzig.

Auch die Charaktere (sie sollen überzogen wirken, ist mir schon klar) können mich nicht überzogen. Die Versuche dem Zuschauer die Hauptpersonen durch ausführliche Rückblenden näher zu bringen scheitern zum ersten an der Länge und zum zweiten an der Lustlosigkeit, wie sie rübergebracht werden. Normalerweise fiebert man mit Miikes Filmfieslingen (oft die eigentlichen Helden) mit, doch in diesem Fall hofft man eigentlich nur, dass sie endlich mal eine Kugel nicht überstehen. Aber sie scheinen ja nicht totzukriegen zu sein.

Glücklicherweise ist Miike danach wieder zu alter Form zurückgekehrt.

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