Anaconda ist Creature-Feature at it’s best
Der Film fängt sehr ruhig an. Der geniale Soundtrack von Randy Edelmann zieht einen sofort in eine bedrohlich brodelnde Dschungelatmosphäre hinein und der nächtliche Angriff auf Danny „Machete“ Trejo ist megaspannend. Danach lernen wir mal die Crew Mitglieder kennen. Man sehe sich die Besetzungsliste an. Diese wäre nämlich heute unbezahlbar: Jennifer Lopez, Ice Cube, Jon Voight, Owen Wilson, Jonathan Hyde, Kari Wuhrer, Eric Stolz. Alles Namen, die man schon mehr als einmal gehört hat.
Es wird eine sehr schöne Atmosphäre aufgebaut. Bis auf einen Angriff auf einen Panther wird die Schlange in der ersten Hälfe des Films nicht gezeigt. Es werden nur kleine Andeutungen gemacht. Man stößt auf eine Barriere, die man kurzerhand in die Luft sprengt und welches sich und welche sich als Nest tausender Baby-Anakondas entpuppt, die Richtung Boot gesprengt werden. Ansonsten kommt die erste Hälfte des Films ohne Schlange aus. Dafür wirkt dann der erste Angriff umso gigantischer.
Die CGI-Effekte der Anakonda sind absolut gelungen und können es locker noch mit vielen Produktionen jüngeren Datums aufnehmen. Sieht man sich Teil 2 an, welcher aus dem Jahre 2004 ist, muss man sagen dass die Effekte des ersten teil deutlich gelungener sind. Das bester aber sind die animatronischen Effekte. Für „Anaconda“ stand ein Budget von ca. 45 Millionen zur Verfügung. Davon wurden etwa 20 Millionen in die Monsteranakonda investiert und das sieht man auch. Das Vieh sieht absolut genial aus. Natürlich ist es etwas größer und schneller als eine echte Anakonda. Aber vom Aussehen her (z.b. Schuppenmuster, Zeichnungen am Kopf) hat man sich doch sehr an die Realität gehalten.
Richtig toll gelungen sind natürlich die Aktionszenen. Hier hat man wirklich tolle Kameraarbeit geleistet. Sei es denn der nächtliche Angriff auf das Boot oder die gigantische Szene am Wasserfall – dem Zuschauer wird mehr als einmal der Mund weit aufstehen vor staunen. Am besten ist jedoch der furiose Showdown in der weitläufigen hätte, der nicht wuchtiger sei könne.
Alles in allem ist „Anaconda“ zweifellos einer meiner Lieblingsfilme und er hat mit Sicherheit das Zeug zum Klassiker.