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Ben Stiller spielt einen Junggesellen, der sich bisher nie getraut hat, vor den Altar zu treten und damit seine letzte Beziehung verspielte. Als er jedoch eine äußerst attraktive Frau, gespielt von Malin Akerman, kennen lernt, beschließt er nach gerade einmal einer Woche sie zu heiraten. Doch bereits am Anfang der Flitterwochen bemerkt er die ersten Seiten an ihr, die ihm nicht gefallen. Zu allem Überfluss verliebt er sich noch in den Flitterwochen in eine andere Frau, gespielt von Michelle Monaghan.

Die Story reiht sich in die Liste der niveaulosen und flachen Teenie-Komödien ein. Die Charaktere haben natürlich nicht einmal einen Ansatz von Tiefe und entsprechen mehr oder weniger dem Klischee. Die Gags sind meist viel zu flach und können somit größtenteils nicht zünden. Die Dialoge, die wohl ursprünglich lustig werden sollten, sind einfach nur dämlich und überflüssig. Das schwächste an der Story ist jedoch ihr unglaublich stereotyper und vorhersehbar Verlauf. Der Film kann über das durchschnittliche Muster einer modernen Teenie-Komnödie hinaus wirklich nichts Neues liefern. Die Farrelly-Brüder scheinen nach ihren großen Erfolgen allmählich die Ideen auszugehen.

Der Film läuft recht schnell an und entwickelt erst einmal einen soliden Unterhaltungswert und verspricht eigentlich unterhaltsame 2 Stunden. Doch nach der Hochzeit der beiden, wo der Film eigentlich hätte Fahrt aufnehmen sollen, sinkt der Unterhaltungswert ins Bodenlose. Durch die hohe Vorhersehbarkeit kann in der zweiten Hälfte des Films überhaupt keine Spannung aufgebaut werden und durch die schwachen Gags und den anspruchslosen Klamauk wirkt der Film sehr peinlich. Am Ende wünscht man sich eigentlich nur noch, dass der schwache Streifen endlich ein Ende findet, was er aufgrund des langsamen Erzähltempos leider nicht tut. Alles in allem ist der Unterhaltungswert gering.

Die Umsetzung der Farrelly-Brüder ist das einzige Sehenswerte am Film. Die Kulisse ist wirklich gut. Die gesamte zweite Hälfte des Films spielt in einem Traumhotel, das an einem wunderschönen Strand gelegen ist. Auch die Musik ist sicherlich gut gewählt und kann die wenigen amüsanten Momente solide unterstreichen. Das Problem ist jedoch die unglaubliche Ideenlosigkeit, die die Farrelly-Brüder nicht mehr an ihre alten Erfolge wie "Verrückt nach Mary" oder "Dumm und Dümmer" anknüpfen lässt. Außerdem hätte dem Film ein schnelleres Tempo, also ein schnellerer Schnitt gut getan.

Ben Stiller, der seit 20 Jahren in diversen Komödien zu sehen ist, gibt sich überhaupt keine Mühe. Er spielt sein übliches Programm routiniert vor und wirkt dabei furchtbar gelangweilt. Jeder Koma-Patient hätte seinen Part mit mehr Elan spielen können. Malin Akerman, die bisher schauspielerisch kaum in Erscheinung getreten ist, leistet ebenfalls schlechte Arbeit. Sie wirkt sehr unerfahren, leistet sich einige grobe Fehler und kann keinen ihrer Gags glaubhaft rüberbringen. Und auch durch das häufige entblättern ihrer weiblichen Attribute kann sie nicht über diese katastrophale Leistung hinwegtäuschen. Michelle Monaghan spielt solide und wirkt sehr sympathisch. Alles in allem leistet der Cast mäßige Arbeit.

Fazit:

Da die neue Teenie-Welle immer noch in vollem Gang ist, braucht man doch allmählich mal neue Ideen. Doch leider kann dieser Film keine liefern. Die wichtigsten Elemente einer Teenie-Komödie werden einfach flach stereotyp und lieblos aneinandergereiht. Darüber hinaus kann der Film mit seinem billigen Klamauk kaum unterhalten und durch seine hohe Vorhersehbarkeit will er auch nicht so richtig ans Herz gehen. Bis auf die Musik und die Kulisse stimmt wirklich nichts an diesem schwachen Film. Zu allem Überfluss leistet auch der Cast mäßige Arbeit, wobei vor allem der sichtlich gelangweilte Ben Stiller nervt. Wirklich nur für Hardcore-Teenie-Fans empfehlenswert.

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