Endlich der Beweis - das berühmte Foto von Nessie ist eine Fälschung! Was natürlich nicht bedeutet, es gäbe keine Seeungeheuer. Wer allerdings die Wahrheit über diese ganze Geschichte hören möchte, muss sich schon nach Schottland begeben und dem alten Angus im örtlichen Pub ganz hinten ein Ale ausgeben - vielleicht erzählt er Euch ja dann, wie es wirklich war...
Während des Krieges findet der kleine Angus ein Ei zwischen den Klippen, aus dem schon bald ein kleines wiederspenstiges Wesen schlüpft, dass irgendwie gar nicht wie ein bekanntes Tier aussieht. Es hat ständig Hunger, mag es Unruhe zu stiften und wächst über Nacht auch schon mal um ein paar Meter - kurz es ist ein Wasserdrache. Angus zieht es mithilfe seiner älteren Schwester groß, immer in der Gefahr, von Mama oder den stationierten Soldaten entdeckt zu werden. Irgendwann wird klar - die Seeschlange muss ins Meer, um glücklich zu werden. Doch bis dahin müssen noch kläffende Tölen, gierige Jäger, obskure deutsche U-Boote und übereifrige Haubitzenschützen überwunden werden...
Mein Freund der Wasserdrache ist ein unterhaltsamer Abenteuer- und Märchenfilm für Groß und Klein, der zwar nicht wirklich Neues bringt, aber dennoch Spaß macht. Kleine Kinder und Tiere - was kann man da falsch machen. Der Wasserdrache ist durchweg niedlich und überzeugend dargestellt, die Tricks von Weta Digital sehr gelungen, auch wenn der Ritt auf dem Drachen unter Wasser ein bisschen übers Ziel hinausschießt. Mit schottischem Charme wird die Story flott und schnörkellos erzählt, die Bösen sind kindgerecht doof und ungeschickt, und Alex Etel als der kleine Angus liefert nach Millions seine zweite solide Vorstellung ab. Konkurrenz für Haley Joel Osment würde ich sagen...
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