Zugegebenermaßen: Es gibt angenehmere Situationen, die ich mir vorstellen kann, als auf einer kargen Mangrove zu hocken, irgendwo in der Pampas (jaaaa, ich weiß, in Australien), weit und breit nichts als Wasser, und darin eine Freßmaschine, ungefähr zweieinhalbmal so groß wie meine Haustür, nur darauf wartend, mich als Snack für den Hunger zwischendurch zu konsumieren. Den Beweis dafür, daß eine solch recht minimalistische Handlung auch als Spielfilm funktioniert, liefert OPEN, äh, BLACK WATER ab.
Da angenehm schnörkellos erzählt, dauert es nicht lange, bis wir drei junge Menschen in eben jener Situation beobachten dürfen. Die jüngste Genregeschichte lehrt bekanntlich, daß weniger oft mehr sein kann, verdammt effektiv, spannend - Urängste weckend. Man bekommt das Scheißviech von Kokodil nicht oft zu Gesicht, aber wenn, dann kracht und knackt es ganz ordentlich im Gebälk.
BLACK WATER ist ein wirklich netter B-Film, der ohne großen Aufwand zu unterhalten weiß; der ideale Zeitvertreib für alle, denen Schnappi, das "kleine" Krokodil tierisch auf den Sack ging. Natürlich gehen nicht alle -und schon gar nicht an einem Stück- nach Hause. Die Zeit verfliegt derart rasch, daß man sich dann auch mit der Mängelliste nicht groß aufhalten will.
Kann man sich geben. 7/10