Review

Invisble Target frischt das asiatische Action-Kamsport-Gerne nochmals kräftig  auf. Hier wird wirklich einiges Geboten und man erkennt das die Produktion doch schon einiges gekostet hat.
Die Action steht hier klar im Vordergrund. Sie ist sehr gut getimet. Man hat eigentlich bei keiner Szene (außer an der etwas langezogenen theatralischen Endszene) das Gefühl von Langatmigkeit, denn ständig gibt es wieder einen neuen Schauplatz an Action bzw neue Fights.
Die Fights sind allesamt sehr gut choreographiert, sicherlich kann man nicht alle Tritte und Schläge neu erfiden, dennoch sind einige Elemente so noch nicht gezeigt worden.Die Kämpfe haben immer eine angenehme Länge ohne einfallslos zu wirken. Alle Darsteller haben einiges in Sachen Kampfsport zu bieten, also keine Laien. Zwar erkennt man an einigen physischen Bewegungen den Einsatz von Seiltechnik, aber dies ist eher weniger der Fall(zu mindest nicht zu erkennen) und die Kämpfe wirken somit zu 90% "handgemacht"
Die übrige Action überzeugt ebenfalls durchaus. Hier werden Verfolgungsjagden über Dächer,mit echt hohen Sprüngen, geliefert oder ein Hürdenlauf durch die Rush-Hour. Was sehr gut gefällt, ist der , vielleicht sogar keine, geringe Einsatz von Stuntmen. Gerade bei den Sprüngen oder Stürzen aus enormen Höhen, versucht man dann während bzw. am Ende des Stunts das Gesicht des Darstellers zu erkennen, um sich selbst zu bestätigen"Klar das war ein Stuntman", aber Fehlanzeige, er wurde selber ausgeführt. Hier kommt auch selten (sieht am auch im Endspann) Seiltechnik zum Einsatz, die nun aber wirklich nicht auffällt.
Beindruckend auch die "kleineren Stunts" wie z.B. das Fallen mit dem Rücken auf Kanten oder das präzise werfen/umschleudern von Möbeln oder anderen Gegenständen auf Menschen.
Nicht zu vergessen, der Feuerstunt gegen Ende!
Das sollte zur Action reichen. Zu der Story kann man nur sagen, dass diese hintergründig wirkt und eigentlich zur Füllmenge der Actionszenen dient. Obwohl es nicht ganz fair ist , dieses zu behaupten, es wird schon versucht eine Geschichte zu erzählen: 3 Menchen die  anfänglich nicht so recht miteinander können, geprägt von unterschiedlichen Schicksalsschlägen,einigen sich zu einem 3er Gespann.Die Bösewichte werden ebenfalls detailierter,als üblich, dargestellt und es wird versucht, diese ebenfalls noch mit diversen Wendungen in die Geschichte einzuflechten. Aber das kommt beim Zuschauer nicht so ganz rüber, wirkt eher überzogen und abgedroschen, da schon unzählige Male, gerade aus Woo-Filmen(hier natürlich erstklassig) ,gezeigt worden ist. Auch sind einige Logiklöcher nicht ganz von der Hand zuweisen (unfreiwillig komisch die Szene, als eine Bombe im Bus mit Schulkindern plaziert wird, im Bus befindet sich ein festgeketteter Polizist und die nicht festgeketteten Kinder, er kommt natürlich noch gerade vor Ablauf los und öffnet dann die Bustür durch einfaches aufdrücken, er hatte 1 Stunde zeigt bis zur Zündung, aber hat bis zum Schluss gewartet die Kinder rauszulassen ohne dass diese vohrer selber hätten mal versuchen können die Tür zu öffnen oder durchs Fenster aussteigen könnten)
Also Storytechnisch eher ein leicht überdurchschnittlcihes Sujet, dem man auch gerne versucht zu Folgen, da alle Charaktere sympathisch wirken (paradoxerweise selbst der Bösewicht). Gegen Ende wird ein bißchen gezogen (Der Film geht kurz über 2 Stunden) und am Schluss hätte bestimmt etwas sparen können, da es aber keine reinen "Laberszenen" sind, sondern immer mit Action gefüllt, geht es noch in Ordnung.Außer vielleicht die vorher schon erwähnte "Endszene" wirkt etwas zu dick aufgetragen.

Fazit:
Ein kleines Highlight an Actionszenen in puncto Fights und Verfolgungsjagden. Keine Billigproduktion. Symphatische Darsteller. Story geht in Ordnung aber nicht unter die Haut.
Für Fans des asiatischen Actionfilms ein MUSS.Für alle anderen ebenfalls einen Blick wert. Mir fällt da an vergangen Höhenpunktebn eigentlich nur noch Flashpoint ein, wobei Invisible target nicht soviele Längen zwischendurch hat.

7 von 10 Punkten

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