Als David als Schüler neu an die Central High kommt, findet er geordnete Verhältnisse vor. An oberster Stelle der Hackordnung stehen Bruce und seine kleine Gang, der auch Davids alter Kumpel Mark angehört. So hat David erst mal Ruhe vor der ansonsten jedem Neuen drohenden Spezialbehandlung. Die Schläger treiben ihre derben Späße mit den verängstigten Mitschülern, David, der vergeblich nach Verbündeten gegen den Terror sucht, platzt schon nach kurzer Zeit der Kragen, und er schenkt der Bruce-Gang im Alleingang kräftig einen ein.
Wer hier vom Titel her so etwas wie das Massaker mit Kettensägen in Texas vermutet oder so etwas wie eine Klasse von 1984 Kopie, der kann diese DVD gleich im Videoregal stehen lassen, denn mit so etwas wie Horror oder Gemetzel hat der Film nichts am Hut. Ich würde das Ganze sogar fast schon als ein Jugenddrama mit leichten Gewaltspitzen beschreiben, bei dem zwar eine Handvoll Jugendlicher zu Tode kommen, aber das bleibt alles weitgehend blutleer. Die 18er Freigabe kam da auch wohl nur aufgrund der Selbstjustiz-Thematik zustande.
Die Story ist dabei vergleichsweise simpel, bietet aber doch später einen recht unerwarteten Turn. Wir haben eine Schule, in der eine Gruppe aus vier Tunichtguten die Machtposition inne hat und sich die Zeit mit Alltäglichkeiten wie drangsalieren, rumschubsen, vergewaltigen und sachbeschädigen vertreibt. Was soll sie aber auch anderes machen, denn das College glänzt vor allem durch die völlige Abwesenheit von Aufsichtspersonen, Unterricht, Lehrern oder Eltern, da kann einem wirklich schonmal langweilig werden.
Dazu kommt der neue Schüler, der sich trotz Freundschaft zu einem der Clique gegen deren rabiate Methoden auflehnt. Statt zur simplen Rache, erleidet aber die Gang seltsame Todesfälle, wie Drachenabsturz in die Stromleitung oder Köpper ins leere Schwimmbecken, bei denen man aber nicht weiß, ob jemand oder wer genau dahintersteckt. Vor allem, als alle erledigt sind werden auf einmal die unterdrückten Schüler zu Bullys und müssen auch bestraft werden. Fand ich jedenfalls einen recht interessanten Einfall.
Trotzdem ist der Film bestenfalls im Mittelmaß anzusiedeln. Zunächst mal dauert es viel zu lange bis die Geschichte endlich aus dem Quark kommt, aber auch die Darsteller sind absolute No-Names und nicht wirklich die thespische Elite der 70er. Vor 40 Jahren mag das hier zwar noch alles neu und aufregend gewesen zu sein, aber heutzutage bracut den Streifen kein Mensch mehr.
5/10