Jackie Chan ist Nobody ist einer von Jackies wenigen Filmen die auch einmal eine Story vorweisen können, die nicht dazu dient Jackie nur in aussichtslose Situationen zu bringen. Er spielt in dem Film einen Agenten der bei einem Einsatz sein Gedächtnis verliert weil er aus einem fliegenden Hubschrauber geflogen ist. Doch glücklicherweise wird er von einem Negerstamm aufgenommen und gepflegt. Nun muss er einen Weg in die Zivilisation finden. Doch auch dort wird er nur gejagt, deswegen muss er herausfinden wer er ist und was die Gangster von ihm wollen. Zugegeben, die Story ist zwar nichts neues, aber dennoch ist sie für einen Jackie Chan Film mal was anderes und fordert ihn auch ein bisschen als Schauspieler, da er im ersten viertel des Films gänzlich ohne Action auskommen muss. Auch wenn Jackie nicht gerade zu den besten Schauspielern gehört, so meistert er seine Rolle wirklich glaubwürdig und gut.
Was wäre ein Jackie Chan Film ohne Humor. Der Film bietet zwar nicht die große Dichte an Humor, die er sonst in seinem Filmen zeigt, aber dennoch kann man zwischendurch immer wieder gut lachen.
Das erste Viertel kommt wie oben schon erwähnt gänzlich ohne Action aus, aber dafür kracht es danach umso besser. Da hätten wir eine ziemlich spektakuläre Verfolgungsjagd mir einem Auto, die Hollywood in Sachen Einfallsreichtum ganz leicht Paroli bieten kann. Zwischendurch springt Jackie von einem Gebäude in dem er sich ein Seil umwickelt und sich in der Luft drehend hinabfallen lässt. Eine schöne Verprügelungsorgie mit holländischen Schuhen darf natürlich auch nicht fehlen, wenn man schon einmal in Rotterdam ist. Besonders hervorheben möchte ich den Schlußkampf der wie könnte es anders sein, am Schluß ist. Dort kämpft er unter anderem gegen einen Hölländer namens Van Smollenberg ( glaub ich zumindest, dass er so heißt) bei dem ein paar wirklich spektakuläre Stunts und Kampfeinlagen entstanden sind. Er kommt aber nicht ganz an das Finale in Drunken Master 2 an. Dazu brauchts noch ein bisschen mehr.
Den darauffolgenden Stunts in dem Jackie von einem ca 45 Grad abgeschrägten Hausdach, 21 Stockwerke herunterrutscht wurde als der gefährlichste Stunt der je gemacht wurde vermarktet und ist wirklich einmalig. Dennoch bin ich der Meinung, dass Jackie schon weitaus gefährlichere Stunts meisterte. Siehe Sprung vom Turm in Project A.
Besonders schön zu beobachten sind im Film, die unzähligen Landschaftsaufnahmen. Regisseur Benny Chan ( nicht verwandt mit Jackie Chan) ist ein Mann der schönen Bilder. Man befindet sich in der afrikanischen Steppe und von einer Sekunde auf der anderen befindet man sich im Großstadtdschungel.
Übrigens hat der Film auch eine Message, die den Leuten zeigen soll mit wie wenig andere Leute ( Völker) auskommen, währenddessen wir immer mehr wollen und nie genug kriegen. Bei mir kam die Message jedenfalls nicht an. Mehr Jackie Chan, nie wieder ohne DVD Player leben.