Review

Jackie Chan auf der Suche nach seiner Erinnerung und auf der Flucht vor CIA und Polizei.

Story:
In Südafrika arbeiten Wissenschaftler an einem Meteoritenprojekt, dass zukünftig billig Energie erzeugen soll. Eine internationale Spezialeinheit, zu der u.a. auch Jackie gehört, hat den Auftrag, die Wissenschaftler zu kidnappen und die Erfindung zu stehlen. Anschließend sollen alle ihrer Wege gehen, doch der Rückflug wird sabotiert und sämtliche Insassen bis auf Jackie sterben. Von einem Eingeborenenstamm wieder gesund gepflegt, macht er sich auf nach Johannisburg, um mehr über sich herauszufinden. Gejagt von der örtlichen Polizei führt ihn die Spur bis nach Rotterdam, wo die örtliche CIA-Niederlassung ebenfalls nicht gerade beigeistert über sein Erscheinen ist...

"Nobody" zeigt Jackie Chan mal wieder in Bestform, ein verrückter Kampf und ein halsbrecherischer Stunt jagt den nächsten. Zunächst geht's im Dorf der Eingeborenen erst mal etwas ruhiger zur Sache, aber spätestens wenn er wieder in der Zivilisation ankommt, kommt die Action gar nicht mehr zum Stillstand.

Auffällig dabei ist vor allem, dass Jackie nicht nur wie gewohnt alle Stunts selbst ausführt (einige lustige Fehlversuche kann man in den Outtakes bewundern), sondern dass der Film auch nahezu ohne Computertricks auskommt. Lediglich die Animation des Meteoritenstücks und die Explosion des Kraftwerks sind digitaler Herkunft, alles andere ist handgemacht. Das sollte vor allen Dingen Hollywood mal zu denken geben, wo man dreiviertel des Films wahrscheinlich am Computer erstellt hätte. Einmal mehr also der Beweis, dass sich Actionfilme aus Hong Kong keineswegs hinter westlichen Blockbustern verstecken müssen. Vielleicht sehen sie nicht so "stylish" aus, dafür wird aber auch ehrliche Action präsentiert.

Jackie Chan kann dabei einmal mehr von seinen nach wie vor unerreichten Talent profitieren, wenn es darum geht, Fights zu choreographieren. Er schafft es immer wieder, sie realistisch aussehen zu lassen (nur ab und an kommt Wirework zum Einsatz), was natürlich auch einiges an Arbeit erfordert. Das sieht man immer wieder in den Outtakes, die am Ende seiner meisten Filme gezeigt werden. Dafür gebührt Jackie mal eine Ehrung als bester Stuntman. Alleine der Stunt am Ende des Films, als er das Glasdach runterrutscht (sieht täuschend echt aus), ist eigentlich schon eine Nominierung wert.

Die nötige Portion Humor fehlt selbstverständlich auch nicht, der sich hauptsächlich aus den Konversationen zwischen Jackie und seinen beiden Begleiterinnen zusammensetzt. Wie so oft ist Jackie aber auch die tragende Person in seinen Filmen, die übrigen Darsteller spielen zwar ebenfalls durchaus okay, es konzentriert sich aber im Grunde alles auf den Hauptdarsteller, der auch ordentlich vom Leder zieht.

Fazit: Ein noch junger Klassiker in der eh schon ellenlangen Liste der Jackie Chan-Filme. Muss man auf jeden Fall in seiner Sammlung haben. Ein Film den man immer wieder schauen kann, ohne dass er langweilig werden würde.

10 von 10 Punkten

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