WHO AM I
Jackie ist ein Top-Elite-Soldat, er und 9 andere Söldner, diverser Nationen, bekommen den Auftrag einen Kristall sicher zu stellen. Daran sind natürlich auch alle bösen, dieser Erde, interessiert und so kommt's wie's kommen musste. Beim Einsatz wird der Trupp reingelegt, ihr Helikopter stürzt ab und einzig Jackie überlebt, weil er kurz zuvor einen Freifall in das Buschwerk von Afrika wählte. Das solch ein Sturz, und der damit verbundene Aufprall, nicht ohne irgendwelche Plessuren an einem vorbeigeht ist klar und deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich das Jackie sein Gedächtnis verliert.
Friede, Freude, Eierkuchen: Ein netter Buschmann findet ihn und sein dazugehöriger Stamm nimmt unseren Helden freundlicherweise auf, um ihn wieder aufzupäppeln. Irgendwann durchzucken Jackies Hirn Erinnerungsblitze und er will wissen "WHO AM I". Da kommt ihm die Afrika-Rally gerade Recht, er hilft einfach mal schnell, einer Liegengebliebenen, aus und schon hat ihn die Zivilisation (Holland) wieder. Hier bekommt er vom Oberbösewicht Morgan noch ein paar Schläge auf den Hinterkopf und schon weiß er wieder wer er ist und kann den Schuldigen in den Arsch treten!
"Who Am I" ist mal wieder ein typischer Jackie Chan-Film. Als Mädchen für alles schrieb er auch das Drehbuch und inszenierte den Film als Co-Regisseur mit. Für viele Grund genug sich diesen Film niemals anzusehen, denn es ist wie es ist, da wo Jackie Chan draufsteht, ist auch Jackie Chan drinnen.
Also Hirn abschalten und die Augen auf und vor allem nicht länger Drumherum gelabert, bei "Who Am I" verhält es sich freilich nicht anders. Die Geschichte ist nur Mittel zum Zweck, für eine Aneinanderreihung diverser, einzigartiger und oft auch waghalsiger Stunts bzw. Knochenbrechender Fight-Sequenzen, so wie sie nur der Meister selbst und sein Stuntteam kreieren können. Warnung an alle Jackie Chan-Hasser "Nun lieber nicht weiter lesen", denn da ich mich eher zu seinen Fans zählen würde werde ich wohl auch "Who am I" eher nicht verreißen. Überhaupt, da dies ein Jackie-Film ist weiß normal ein jeder was ihn erwartet, deshalb sind auch nicht wirklich Kritikpunkte aufzuzählen. Bei Jackie Chan-Filmen verhält es sich, wie mit Stinkerkäse, entweder man mag ihn oder eben nicht! Seine Filme sind nun mal meist Sinnfreie, bewusst auf Unterhaltung getrimmte Unterhaltungsgranaten, und auch diese zündet mächtig gewaltig und hat vor allem in der zweiten Hälfte, einige der Höhepunkte zu verschießen. Ich will auch gar nicht lange auf den typischen Argumentationen, eines Jackie-Films Rumreiten und seine Stunts hervorheben, doch schafft er es immer wieder sein Publikum mit neuen Kreationen zu erfreuen. Das er es trotz seines gehobenen Alters zu einigen seiner besten Stunts in seiner bisherigen Karriere brachte, sollte ich dann aber trotzdem erwähnen. Dabei meine ich nicht seine gehypte gefährliche Rutschparty auf dem Glasdach, die hätte wohl auch so manch anderer mit ein bissel Überwindung zustande gebracht. Auch die Autojagd ist ganz OK aber mittlerweile Standart, vielmehr sollte das Augenmerk auf z.B. die Szene gerichtet sein, wo er ein Seil um die Hüfte gewickelt, von einem Baugerüst abspringt, um sich dann beim runterfallen selbst abzuwickeln. Hammer! Dann natürlich diverse Jackie-Typische Fights, bei denen er wie es üblich ist, alles ins Kampfgeschehen einbezieht was nicht Niet- und Nagelfest ist.
Zum Schluss noch was zum Schluss: Der Showdown, so wie er hier zu sehen ist, ist schlichtweg brillant, auch wenn das manch einem gar nicht so auffallen tut. Hier wird geilster Martial Arts geboten, der alle Neider und Hasser erneut vom Gegenteil "Dieser Mann wird langsam alt" überzeugen musste und an dem sich auch jüngere Akteure noch die eine oder andere Scheibe abschneiden können. 10 Minuten und zwei ebenbürtige GEGNER bringen Jackie ganz gehörig ins Schwitzen und das obwohl hoch oben auf dem Hochhausdach ein frischer Wind weht, der dadurch sogar eine Krawatte und somit das Augenmerk von Jackie auf sich richtet!
Ursprünglich als Zweiteiler geplant, entschieden sich die Macher dagegen und schnitten viele in Afrika spielende Szenen heraus um den Film als einmalige Kinoauswertung zu starten. Mit seinen 120 Minuten Laufzeit bietet der Film trotzdem viel Raum für Längen, welche dann auch den dünnen Plot nachteilig unterstreichen.
Geniale Slapstik-Action-Kung Fu-Mischung, die augenzwinkernd und sinnfrei erst in der zweiten Hälfte des Films so richtig auf Touren kommt und in den besten Momenten an Chans Drunken Master II erinnert.
Bekommt 8 von 10 Knollennasen.