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Ein ausgebrannter Cop und eine junge aufstrebende Polizistin sind in New York einem perversen Foltermörder auf der Spur, der seine Opfer vor die Wahl stellt, körperliche Qualen zu erleiden oder einen geliebten Menschen zu verlieren.

Mit WAZ bekommen wir einen düsteren Triller geboten, der thematisch irgendwo zwischen Sieben und Saw anzusiedeln ist. Der bevorzugt in der Nacht und in schäbigen Gegenden spielende Streifen bringt es auch ohne Dauerregen auf eine ähnlich nihilistische Grundstimmung wie David Finchers Meisterwerk. Das zweite Vorbild Saw wird hingegen hauptsächlich gegen Ende zitiert, wo sich zwei Opfer gefesselt gegenüber stehen und dem Mörder hilflos ausgeliefert sind.

Die Story wird schnörkelos und ohne Durchhänger erzählt.
Der Mörder wird zwar früh entlarvt, doch gibt es für die restlichen Filmminuten noch genügend weitere Zusammenhänge, die es aufzudecken gilt. WAZ bietet sowohl beim Motiv des Täters als auch in den Charakterzeichnungen mehr Tiefgang als ähnlich gelagerte Streifen. Neben dem gelungenen Drehbuch ist dies auch den hervorragenden Hauptdarstellern zu verdanken. Mit unruhiger Handkamera versucht man auch auf stilistischer Ebene die Authentizität zu erhöhen. Ich hätte mir hingegen auch mal die ein oder andere elegante Kamerafahrt auf Schienen gewünscht.

WAZ ist rein inhaltich bereits starker Tobak. Als kommerziell ausgerichteter Streifen kommt er natürlich auch um einige explizite F/X nicht herum. Schön, dass sich Anspruch und Exploitation hier nicht gegenseitig ausschließen.

Für ein echtes Meisterwerk orientiert sich WAZ vielleicht doch zu sehr an den bekannten Versatzstücken des Genres, aber solide 8 von 10 Punkte hat er sich in jedem Fall verdient.

Fazit:
Kein Kiddie-Horror von der Stange - WAZ macht ernst.
08/10 Punkte

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