Als erstes möchte ich erwähnen, das dieser Film meiner Meinung nach weder mit "Sieben", noch mit "Hostel" verglichen werden kann, so wie ich es schon von vielen Leuten gehört habe. "WAZ" ist ein wirklich spannender und interessanter Cop - Thriller, angereichert mit einigen wenigen gezeigten Folterelementen.
Die Härte wird hier auch meist nur angedeutet, das meiste spielt sich im Kopf des Zuschauers ab. Das macht den Film aber meiner Meinung nach noch härter, da die Fantasie des Betrachters durch die ständigen Andeutungen sehr angeregt wird und man sich das Folter - Szenario selbst ausmalt. An gezeigter Härte gibt es nicht sehr viel zu sehen, bis auf wenige Szenen, die aber, wie ich finde, auch vollkommen ausreichend sind.
Die Story an sich wird sehr flüssig erzählt und wurde sehr interessant in Szene gesetzt. Auch die Spannung baut sich sehr gut auf und bewegt sich den ganzen Film über auf einem konstant hohen Level. Atmosphärisch ist der Film sehr dicht gehalten und löst beim Zuschauer ein starkes Gefühl der Beklemmung aus, dessen man sich kaum erwehren kann.
Dadurch, das die Fantasie des Betrachters so stark angesprochen wird, entwickelt man eine ganz persönliche Bindung zu der geschichte und versucht sich automatisch, in gewisse Situationen hineinzuversetzen. Für die Täterin, die ziemlich schnell feststeht, kann man sogar Verständnis aufbringen, nachdem man erfährt, was ihr widerfahren ist.
Die Darsteller sind für diesen Film sehr sorgsam ausgewählt und spielen ihre Parts absolut überzeugend. Und dann gibt es da noch das doch , wie ich finde, etwas überraschende Ende, mit dem man nicht zwangsläufig rechnen musste.
Insgesamt hat man hier einen wirklich guten und sehr interessanten Film kreiert, der auch nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt. Auf jeden Fall kann man diesen Film bedenkenlos empfehlen.
8/10