Review

Kein Stau mehr


Nachdem im Original Amerikas Ostküste Schauplatz war und in der Fortsetzung zu großen Teilen Hong Kong im Rampenlicht stand, geht’s nun... natürlich nach Europa. Man trifft sich in der Mitte. In Paris um genau zu sein. Und dort bekommen es die beiden schlagkräftigen Schlawiner und BFFs mit alten Bekannten der Triaden zu tun...

Späte Fortsetzungen müssen nicht per se mies sein. Doch oft ist die Luft halt schon längst raus. Und 2007 haben sich Fans der ersten beiden „Rush Hour“-Teile eigentlich nicht mehr allzu laut nach einem Trilogieabschluss geschrien. Gekommen ist dieser lasche Part 3, der „Eurotrip“ sozusagen, dennoch. Und ich bin über den qualitativen Druckabfall immer noch stellenweise wirklich schockiert, wirkt Teil 3 der Reihe meistens absolut überflüssig und deutlich schwächer als seine beiden Vorgänger. Das wundervolle Paris als Hintergrund wird kaum genug genutzt, die Actionszenen changieren zwischen gähnend und übertrieben, mit CGI-vollgestopft, unglaubwürdig. Gute Stuntarbeit ade, her mit dem Hai zum Drüberspringen. Es ist zwar schön, die beiden spaßigen Freunde und ein paar alte Bekannte wiederzusehen, auf dem Papier klingt das alles auch einen Besuch wert. Doch das Endergebnis ist unterdurchschnittlich und selbst/gerade für mich als leidenschaftlicher Gucker der beiden charmanten Vorgänger ein Schlag in die Magengrube. Hier ist nahezu alles über seinem Zenit. Vor allem Tucker meint in jeder Szene explodieren zu und es zu seiner Show machen zu müssen - was echt übel aufstößt. 

Fazit: freie französische Fahrt und dennoch frustig, gefühlt deutlich nachgeschoben und zu spät, mit dutzende Beulen im Fahrzeug und klar abgenutzter Mechanik - „Rush Hour 3“ ist nur für die hartnäckigsten Fans noch okay. Für den Rest maximal dürftig. Diese Reihe ging schnell über ihre Daseinsberechtigung hinaus... 

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