„Killing Mr.Griffin“, nach einer Novelle von Lois Duncan, ist nichts weiter als eine TV-Variante von Kevin Williamson´s „Teaching Mrs.Tingle“ – mit leichten Abänderungen:
Mark, beliebtester Schüler der High School, will unbedingt Schülersprecher werden. Um im Gespräch zu bleiben, greift er gerne auch mal zu spektakulären Aktionen, wie zum Beispiel das Stürmen einer Feier mit Paintball-Waffen, doch sein neustes Vorhaben soll alle vorangegangene Streiche in den Schatten stellen – zusammen mit seiner Clique will er Mr.Griffin (Jay Thomas, „Mr.Holland´s Opus“), den strengsten und unbeliebtesten Lehrer der Schule, entführen…
Alles scheint soweit gut zu laufen, bis der Stimmenverzerrer versagt und Griffin Marks Stimme erkennt. Zudem hat der Lehrer auch noch Herzprobleme, und seine Pillen sind nicht mehr auffindbar…
Wenige Stunden später, in denen die Kids Griffin allein in einer Hütte am See gelassen hatten, ist dieser schließlich tot, und man vergräbt seinen Leichnam nur wenige Meter von der Hütte entfernt.
Natürlich kochen die Emotionen innerhalb der Gruppe während der nächsten Tage immer weiter hoch, die Polizei kommt ihnen langsam auf die Spur, und Mark scheint auch vor weiteren Taten nicht zurück zu schrecken, denn er hatte die Pillen rechtzeitig gefunden, Griffin und den anderen jedoch unterschlagen – jetzt denkt er nur noch an seine Zukunft, für die er gar über weitere Leichen gehen würde…
Die Grundprämisse hätte zu einem spannenden Thriller führen können, vor allem weil sich dieser Film (im Gegensatz zu „Tingle“) ernst nimmt – doch leider ist daraus nichts geworden: Zu durchschaubar ist die Handlung, viel zu vorhersehbar der gesamte Verlauf. Es gibt keine einzige Überraschung, Spannung kommt so gut wie nie auf, und die Schauspieler machen ihre Sache bestenfalls mäßig (mit Ausnahme von Jay Thomas als Griffin, der überzeugen kann).
Okay, hört sich also nach einem knapp unterdurchschnittlichen Film an, doch selbst dieser Eindruck wird von der biederen, überraschungsarmen und somit langweiligen TV-Movie-Inszenierung noch abgewertet.
Sachen, die positiv auffallen? Die Coverversion von „I will Survive“ gegen Ende, die süße Hauptsarstellerin Amy Jo Johnson („Felicity“), und Michelle Williams („Species“) in einer Nebenrolle (die ja durch Kevin Williamson´s Serie „Dawson´s Creek“ Erfolge feiern konnte) … aber ansonsten eigentlich nichts.
Fazit: Ein langweiliger, unspektakulärer und überraschungsfreier TV-Film, den man getrost überspringen kann – dann lieber „Shallow Grave“ oder „Teaching Mrs.Tingle“ ansehen … 2 von 10.