Jess Rensberg (James Garner) rettet die blonde Ellen Grange (Bibi Andersson) mitten in der Wüste vor den Apachen. Er bringt sie in die Stadt und zu ihren Mann zurück. Er stößt jedoch weder bei Ihrem Mann, den biederen Geschäftsmann Willard Grange (Dennis Weaver), noch bei Ellen auf viel Dankbarkeit. Er weiß nichts vom zwiespältigen Verhältnis der Beiden: Ellen wurde einst von Apachen gekidnappt. Sie lebte mit den Apachen und heiratete schließlich einen von ihnen. Sie kam aber immer wieder zurück in die Zivilisation, zurück zu ihren Ehemann, der weder ohne, noch mit Ihr zu leben scheinen kann. So empfindet Willard für seine Frau eine Art Hassliebe, während Ellen sich eigentlich mehr als Indianerin fühlt und ihren Mann eigentlich nicht mehr zu lieben scheint, ihn jedoch zu respektieren versucht.
Eine komplizierte Beziehung, die Enttäuschungen und Missverständnisse nach sich zieht.
In der Stadt angekommen übergibt Lt. Scotty McAllister (Bill Travers) Jess den Skalp seiner ermordeten indianischen Frau. Die Spur führt nach Fort Conchos und so fällt es Scotty nicht schwer, Jess davon zu überzeugen, in einem Track der Armee nach Fort Conchos den Scout zu spielen. Mit im Track ist der Ex-Soldat Toller (Sidney Portier), der jetzt als Pferdezureiter der Armee sein Geld verdient und später ein wichtiger und verlässlicher Partner werden soll, sowie Willard Grange, der nach Fort Conchos will um Stoffe zu verkaufen.
Dass der Track nie nach Fort Conchos ankommen soll, kann keiner der Beteiligten wissen, auch nicht, dass Ellen wieder Reiß Aus nimmt und zurück zu den Apachen geht - diesmal um ihren Sohn zu sehen, ein kleines Baby, dessen Vater von Weißen getötet wurde. Chata, der Apachenhäuptling, Vater von Ellens indianischen Mann schwört bittere Rache und er hat vor Ellen lebendig zusammen mit ihren toten Apachenmann zu beerdigen.
Der Film spitzt sich dramatisch zu, als der Track von Chata in eine üble Falle gelockt wird. Eine Gegenlist ist nur zum Teil erfolgreich und so konzentrieren sich alle Hoffnungen auf Jess Rensberg, der sich auf den Weg machte um Verstärkung anzuheuern. Verstärkung freilich, die erst in den Morgenstunden eintrifft. Jess Rensberg soll nun auch auf den Mörder seiner Frau treffen. Jess erfährt dabei eine entsetzliche Überraschung. Als er den Mörder nun schlussendlich stellen will, begegnet er jedoch einen Täter, der seine Tat schon aufs entsetzlichste bezahlt hat. Als er den Mörder seine Waffe überreich, damit der gepeinigte sich selbst erlösen kann, wissen wir, dass wir einen Western von Ralph Nelson gesehen haben.
Nelson hat diesen Western wieder knochenhart in Szene gesetzt, kommt dabei aber über weite Strecken kaum an der Intensität von Soldier Blue heran, der ein ganz ähnliches Thema behandelt. Erst die finale Folterszene, als ein gewisser Jemand am Wagenrad von den Apachen geröstet wird, lässt dem Betrachter, allein schon durch die grauenhaften Schreie, dem Atem stocken, auch wenn man weitestgehend von Einzelheiten verschont bleibt. Es sind aber gerade diese Schreie, die mich diesen Film nie vergessen ließen. Als Kind hatte das eine ungeheure Wirkung auf mich, so dass ich, den Rest der Handlung mit samt Titel längst vergessen, mich dreißig Jahre später aufmachte, nach diesem Film zu recherchieren.
Schlussendlich sahen wir einen spannenden und kurzweiligen Indianerfilm, der im Vergleich zu andern Filmen seiner Zeit unglaublich realitätsnah die Grausamkeiten zeigt, die sich Indianer und Weiße gegenseitig antaten. Ralph Nelson scheint bei seinen Western nie vom schwachen, hinterlistigen oder grausamen Indianer ausgegangen zu sein. Ebenso zeichnete er immer ein ebenso differenziertes Bild der Weißen. Dass er die Indianer in seinen Filmen nie ausschließlich als reine Opfer ansah, sondern auch als brutale Krieger, hat man Ihm immer vorgehalten.