Review

Wer sich " Laser Mission " zu Gemüte führt, sollte wissen, dass es sich dabei um einen absoluten Trashfilm handelt. Aber einen verdammt amüsanten. Normalerweise bin ich für solche Film nicht gerade so zu haben, aber hier habe ich mich sehr amüsiert.
Ein B-Movie erster Klasse, Regie führte Beau Davis, ein unbekannter Niemand als Regisseur. Er brachte es in seiner Karriere nur auf zwei Filme und widmete sich dann auch eher der Schauspielerei.
" Laser Mission " wurde direkt für den Videomarkt gedreht und ging dort auch unter. Bisher lief er auch nur einmal im Free TV, doch jetzt gibt es bei uns die deutsche Eurovideo DVD mit einer KJ Freigabe, welche leider in zwei Szenen leicht gekürzt ist, aber trotzdem noch empfehlenswert für den Actionfan ist.

Inhalt:
CIA Agent Michael Gold ( Brandon Lee ) soll Professor Braun ( Ernest Borgnine ) zum überlaufen animieren, doch Braun wird gekidnappt und Michael eingesperrt. Michael bricht aus dem Knast aus und bekommt nun den Auftrag den Professor zu befreien. Dieser hat als Einziger das Wissen, wie man mit einem großen Diamanten eine Laserwaffe bauen kann. Mit Hilfe von Brauns Tochter Alissa ( Debi Monahan ) macht sich Michael auf den Weg nach Kavanga, dort beginnt eine Hetzjagd, denn Colonel Eckhart will Michael tot sehen.

Die Story ist ganz hart an der Schmerzgrenze und eigentlich strunzdoof. Professor Braun hat als Einziger Mensch auf Erden das Wissen für eine Laserwaffe und tsapft einfach seelenruhig in der Gegend herum, ohne nur zu ahnen, wer da alles hinter ihm her ist. Logikfehler o Mass.
Auch die Dialoge sind herrlich witzig und überdreht. Aber der Film will immerhin gar nicht klug aussehen und nimmt sich deshalb gar nicht ernst. Es gibt einiges an Situationskomik und es werden Sprüche am laufenden Band geklopft. Viele davon sind einfach witzig, aber ein paar auch nur dämlich.

Dafür ist hier Einiges los. Langweilig wird Einem hier nie. Wennman nicht gerade mit Lachen oder Grinsen beschäftigt ist, wird entweder geballert oder geprügelt. Dabei sterben Golds Feinde in Dutzenden, aber leider kommt man hier fast ohne blutige Einschüsse aus. Das Beste ist, die Soldaten verschanzen sich immer hinter irgendwelchen Gegenständen und Michael steht ungedeckt in der gegend herum und trifft immer beim ersten mal ohne angeschossen zu werden. Auch prügeln darf sich Gold ordentlich, man darf aber nicht zu spektakuläre Fights erwarten. Die Choreographie geht in Ordnung, aber Brandon Lee kann wesentlich mehr. Aber trotzdem kann die Action überzeugen und ist wirklich reichlich vorhanden.

Nett sind auch die Landschaftsaufnahmen geworden und die Panoramabilder aus der Wüste, das Kamerateam hat hier wirklich gute Arbeit geleistet und hüllt das B-Movie in tolle und sehr exotische Bilder.
Der Score von David Knopfler ist auch sehr gelungen, vor allem der Titelsong, welcher zum Teil öffter im Film angespielt wird. Zugegeben, sonderlich abwechslungsreich sind die Sounds nicht, aber sie klingen sehr gut. Das waren noch die guten 80er Jahre. " Laser Mission wurde ja 1989 gedreht.

Die Darsteller siedeln sich im Mittelmaß an.
Auf jeden Fall kann Brandon Lee mehr als er hier zeigt, sowohl körperlich, als auch schauspielerisch. Aber er gibt hier den sympatischen Helden Michael Gold, welcher sich hier durch ein ganzes Land schießen und prügeln muss. Nur gut dass seine Gegner ganz schlecht schießen können.
Debi Monahan überzeugt halbwegs, liefert sich aber einige witzige Wortgefechte mit Michael und der Zuschauer darf ihr immer schön in den Auschnitt schauen.
Ernest Borgnine kurbelt seine Rolle als Professor Braun solide herunter.
Bei manchen Darstellern hat leider mal wieder die deutsche Synchro versagt. Aber ich habe schon wesentlich schlimmere Synchros erlebt.

Fazit:
Trash pur und es funktioniert sogar. Man muss über einige Punkte hinweg sehen, aber Laser Mission macht unheimlich Spass und unterhält prächtig. Actionmäßig ist ständig was geboten und Regisseur Beau Davis lässt dem Zuschauer keine Ruhepause. Die Spannung bleibt auf der Strecke. Dafür gibt es jede Menge zu Lachen, seien es nur dämliche Dialoge, oder wirklich coole Sprüche. Laser Mission nimmt sich absolut nicht ernst, was auch gut so ist. Kulisse und Sound sind toll geworden und auch die Darsteller siedeln sich im Mittelmaß an. Die Story selber ist Quark mit Soße.
Einfach nicht nachdenken und berießeln lassen, ich habe mich prächtig amüsiert.

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