Review

He's a Mercenary Man!


Was hätte sein können… Das denken Actionfans natürlich nicht nur bei Bruce Lee, sondern auch bei seinem Sohn Brandon. Viel zu früh und unfassbar unglücklich gestorben, mit enorm Talent, Charisma und Zukunft im Filmgeschäft gesegnet. „Laser Mission“ ist da zwar nicht das beste und vielversprechendste Beispiel für „Was hätte noch Tolles kommen können!“ - und dennoch ist gerade ein solcher Actionschmarn ein feiner Rückblick auf Brandon, sein Können, sein Selbstbewusstsein und sein Augenzwinkern. Über sich, seine Historie und das komplette Genre in dem er (und sein Vater) sich größtenteils befanden. Erzählt wird von einem US-Spezialagenten, der einen entführten Waffenexperten zurückholen muss - denn die Russen und Kidnapper planen mit ihm und dem größten Diamanten der Welt eine zerstörerische Superwaffe, die das Machtverhältnis für immer umkippen könnte…

Auch Bruce hat sich gerne verkleidet! 

„Laser Mission“ ist eine Entdeckung vom 1€-DVD-Grabbeltisch. Für Lee-Komplettisten, für Trashliebhaber, für Actionallesgucker, für Retrofans. Ein Film, neben dem „Red Scorpion“ mit Dolph Lundgren noch wirkt wie ein Actionklassiker und Oscaranwärter. Leute ohne berühmten Nachnamen durften schon für weit weniger die Koffer packen und für immer Hollywood verlassen. „Laser Mission“ ist wirklich Humbug. Aber, ihr seht's schon an meiner doch nicht niedrigen Wertung: glorreicher Humbug. Bitte drauf achten, dass man die ungeschnittene Version erwischt, wo man das „spiessige“ und blutige Ende des Oberbösewichts deutlich sieht. Dann erwartet einen eine Runde Sache voller leerer Patronenhülsen, hohler Sprüche und weniger Zischen zwischen Lee und seiner tief ausgeschnittenen Blondiebegleitung als bei uns in der sechsten Klasse imChemieunterricht. Allein schon der Plot hätte auch bei „Austin Powers“ gepasst. Aber auch die Umsetzung schwankt zwischen hanebüchen, scheissegal und grenzgenial (dumm). „Laser Mission“ ist wahrlich ein Diamant im Trashdreck. Zwar nie ganz in der Champions League dort, wie etwa ein „Samurai Cop“ oder „Hard Ticket To Paradise“, aber durchaus ein gelungenes Warmup zu solchen Schwergewichten des schlechten Geschmacks. Und der Titelsong… goldig! 

Fazit: schön naive, banale, bescheuerte und ballernde Actiondummheit - „Laser Mission“ geht zum Teil auf keine Kuhhaut! 

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