Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 18.04.2009

Herausragende Fotografie, immerhin. Eventuell könnte man sich noch auf recht gute Schauspielleistungen einigen, obwohl persönliche Aversionen mich daran hindern, Emile Hirschs Naturburschendarstellung etwas Anerkennendes abzuringen. Dazu eine Erzählstruktur, mit der die recht üppige Laufzeit von immerhin 140 Minuten durchweg interessant gehalten wird, weil man keinen quälend langen, chronologischen Weg eingeschlägt, sondern zur Auflockerung auch mal etwas in der Zeit springt, was für Abwechslung sorgt (den Bus vom Cover, der als Endziel fungiert, sieht man im Film beispielsweise schon nach wenigen Minuten).

Das ist eigentlich fast schon alles, was man Sean Penns jüngster Regiearbeit positiv abgewinnen kann.
Negativ ist es, wie naiv Penn das Leben des "Aussteigers" romantisiert. Da kommt der übliche Zaunpfahl von wegen "Eltern überhäufen Sohn mit teuren Sachen aber Sohn will doch bloß geliebt werden"; da wird Hirschs Figur zum sympathischen Outlaw ausgebaut; da schneidet Penn allen Ernstes immer wieder Szenen hinein, die zum Thema haben, dass der Protagonist seinen "Gürtel enger schnallt" - wortwörtlich.
5/10, mit Gnade vor Recht.

*weitere Informationen: siehe Profil

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