Review

Als „Dark Castle Productions“ damals mit „House on Haunted Hill“ startete, schien man als Horrorfan Hoffnung schöpfen zu können, ein richtig schöner und teilweise humorvoller Grusler mit reichlich Blut und Atmosphäre erblickte das Licht der Welt. Danach ging die Qualität leider den Bach runter, weder „13 Geister“, noch „Ghost Ship“ noch „Gothika“ konnten den Standard halten und hatten maximal eine gute Ausstattung, was sie nicht hatten, waren gute Geschichten.

Mit „Return to House on Haunted Hill“ hat man sich nun schon mal an einem DTV-Cash-In versucht, probt also schon mal den Verzicht auf Kinostart, sondern liefert ein Sequel (immerhin: Das Erste überhaupt!) gleich auf den Videothekenmarkt.

Oberflächlich gesehen ist die Fortsetzung dann auch solide gemacht, bedient sie sich doch der atmosphärisch-unheimlichen Location aus dem Original und setzt sowohl die Geister, wie auch den bösen Dr.Vannacutt (hebt lediglich Augenbrauen: Jeffrey Combs) wieder in Szene.
Der Rest vom Film ist aber Grundschulwerkunterricht zusammen geklöppelt worden, die garantiert haarsträubende Story von der Suche nach einer Götzenstatue, die für das Böse im Haus verantwortlich ist.
Das nimmt dem Original nicht nur einen großen Teil seines Reizes (die Herkunft des Bösen blieb da ungeklärt), sondern verwandelt den Film auch in eine Art „Quatermain im Gruselschloss“, wobei natürlich der einen oder andere Splattereffekt dabei ist. Besonders schön sicherlich eine Vierteilung, das Ablösen einer Gesichtshaut und eine Figur, die unter den Kühlschrank gerät…

Die relativ blutigen FX sind dann auch bei weitem das Kreativste am Film, die Opfer jedoch ein Abgrund an stumpfem Bodycountmaterial, samt Wissenschaftler und einer Gruppe geldgieriger Böslinge. Ex-ER-Mitspieler Erik Palladino spielt sichtlich angeödet die bösen Anführer, während Amanda Righetti (die die Schwester der überlebenden Ali Larter aus Teil 1 spielt) sichtlich wenig mit ihrer Hauptrolle anfangen kann.
Wie überhaupt die Sympathiefiguren hier relativ öde sind – da ist fast Andrew Lee Potts (der seine Nerd-Standards aus „Primeval“ wiederholt) noch die unterhaltsamste Figur.

Natürlich werden auf der gerade mal 75minütigen Suche alle Nicht-Sich-Liebenden ganz ordentlich weggeschnetzelt und am Ende betritt man sogar „das Herz des Hauses“ (etwas was die armen Autoren wohl bei „the Haunting“ geklaut haben), was aber mehr wie ein bio-organischer Raum a la „Alien“ anmutet.

Doch trotz aller Kürze wirkt sogar diese Kurzfilmhandlung gegen Ende hin arg gestreckt, weil man den Drehbuchdienst nach Vorschrift an allen Ecken und Enden riecht.
Grundsätzlich gibt es aber viel Schlimmeres und Blöderes als diesen Schnellschuß, den man zum Vorglühen noch zur Pizza verfrühstücken an, ohne das man sich zu sehr am Boden windet.
Ein bisschen was Bedeutsameres und Einfallsreicheres hätte die Vorlage aber verdient gehabt. (4/10)

Details
Ähnliche Filme