Review

Pilz lass nach!


„Shrooms“ ist einer der wenigen Horrorfilme mit Pilzconnection. Ein paar Freunde fahren in den Wald Campen und wollen dabei die ansässigen, halluzinatorischen Pilze austesten. Doch als diese recht zügig den gruseligen Lagerfeuergeschichten Leben einhauchen, wird der Ausflug nicht ganz so spaßig wie ihn sich die jungen Erwachsenen vorgestellt hatten, Leichen stapeln sich und Risse in der Gruppe sind nicht weit...

Aus „Shrooms“ hätte man viel mehr machen können. Vor allem dank der ungewöhnlichen und surreale Tore öffnenden Prämisse, hätten ein gutes Stück mehr Kreativität, Budget, Härte und Mut gut getan. „Shrooms“ hat einige Kills, ein paar trippige Sequenzen (Kuh!) und sogar hier und da mal etwas zum Schmunzeln (wieder: Kuh!). Doch im Großen und Ganzen konnte mich dieser Champignonauflauf wenig begeistern. Auch losgelöst von meinem eigenen Ideen und Erwartungen für ein solches Szenario. Die Darsteller sind noch solide, ihre Figuren allerdings nicht. Die Kills sind zudem banal, langweilig und zu oft gleich, ala Axt in Kopf und bye bye. Den finalen Dreh riecht man kilometerweit und durch den sprunghaften Aufbau mit Visionen und Halluzinationen, wiederholt sich zu viel und wirkt wirrer, als es eigentlich müsste. Dass er sich hintenraus zu einer billigen Aneinanderreihung einfachster Jumpscares entwickelt, setzt für mich den faden Endpunkt in einer mauen Mordsshow. Kann man gucken, aber man verpasst rein gar nichts, wenn man es nicht tut. 

Fazit: ein schlechter Trip, in jedem Sinne dieser Phrase. Ein schimmeliges Pilzragout aus „Ruins“ und „The Hills Have Eyes“. Eher runtergewürgt als genossen, eher aufgewärmt als frisch. Ein Pfifferlingsslasher, kein pfiffiger Slasher. Eine Delikatesse ist das nicht. Nett ausgedrückt. Am ehesten noch als Drogenwarnung brauchbar. 

Details
Ähnliche Filme